Feb 20, 2009 - Trips    No Comments

American Farm

Hast du dich schon einmal gefragt, wieso ein Auto ein Steuerrad hat? Ich frage mich dies seit ca. 45 Minuten. So lange fahren wir wahrscheinlich schon gerade aus. Keine einzige kleine Kurve weit und breit. Flach ist es hier, sehr flach und all paar Meilen sieht man eine Farm (Bauernhof). Ich bin mit meiner US-Mum auf den Weg Izzy (unsere Hund) abzuholen. Wir haben Izzy, als wir nach Texas flogen, auf einer Farm von Freunden in Iowa abgeladen. Es ist Samstag und wir sind auf im zweiten Teil von der Fahrt. Wir sind gestern Freitag abgefahren und haben Kristy (Familien-Freundin) bei ihrem College, welches auf dem Weg liegt, besucht. Die Nacht haben wir in einem Hotel verbracht, das sogar einen Indoor Pool hatte. Natürlich habe ich mir die Chance nicht nehmen lassen und bin, nach dem wir in einem Einkaufszentrum zuerst Sports-/Badehosen gekauft haben, um Mitternacht in den Pool gesprungen. Natürlich  hatte der Hotelraum wieder ein  Bügeleisen.

Garmin (unser GPS) führt uns ca. 5 Meilen vor Schluss an einen falschen Ort. Wir nahmen Kontakt mir den Lantz’s auf, die uns den Weg beschieiben. Dummerweise folgten wir 2 Meilen vor Schluss wieder der lieben Garmin, was ein grossen Fehler war. Wir steckten ca. 2 Stunden im Schnee fest. (Einen extra Beitrag findet man hier!).

 

Iowa live!

 

Endlich in der Farm angekommen, gibt es Suppe, die mir ausgezeichnet schmeck. Die Farm ist ein bisschen kleiner, als ich mir es vorgestellt hab. Dies liegt wohl daran, dass die Farm mehr ein Hobby nebst dem Lehrerberuf für die Familie Lantz ist. Izzy freut sich sichtlich über unsere Ankunft. Sie scheint ein bisschen abgenommen zu haben, was sehr gut ist. Sie hatte ein bisschen Übergewicht. Issy, Mika (11 Jahre, jüngster Sohn der Lantz) und Mum zeigen mir die Farm. Ueberall hat es Katzen ,sicher ca. 15 Katzen sind hier auf der

cat

 Farm. Stolz präsentiert uns Mika sein Kuh, die sich nebst zwei anderen in einem Stall befindet. Dazu kommen zwei Schweine. Draussen findet sich auch noch ein weisses Pferd. Fragt mich jetzt nicht, welche Art dieses sein könnte, ich hätte keine Ahnung.  Der Höhepunkt kommt zum Schluss. Ein Dutzend junger Schweinchen bekommen wir zu sehen. In einem anderen Stall sind sie untergebracht. Sie sehen einfach härzig aus und der Gedanke, dass sie später mal in meinem Bauch landen werden, machen sie um so herziger.

 

pic

 

 

Am Abendgeht es nach einer einstündigen Fahrt zu einem High School Frauen Basketballspiel. Brenna Lentz spielt. Die Schule ist einiges kleiner als meine High School. Vermutlich nicht mehr als 200 Schüler. Dementsprechend ist auch das Cheerleader Team mit 5 Mitgliedern und die Band mit ca. 10 Mitgliedern ein bisschen beschränkt. Wir sind wohl die lautesten Zuschauern und vermutlich fragen sich einige der Zuschauer, wer ich bin. Ich möchte nicht sagen Dank uns, aber wir waren sicher Teil davon, gewinnt Brennas Team. Glücklich geht es in ein Restaurant essen. Brenna überrascht mich, als sie  denselben Burger bestellt wie ich. Und ich bestelle nicht irgend einen Burger, ich bestelle den „Family Table Ultimate Burger“. Was vermutlich der grösste Burger weit und breit in dieser Region ist. Scheinbar esse sie unglaublich viel und nehme dabei nicht zu. Kommt mir doch bekannt vor. Wir geniessen unser Essen und ich bin wie gewöhnlich der Letzte der sein Mahl beendet. Eine Stunde Autofahrt geht es zurück zur Farm. Zu Hause angekommen, treffen wir Susan (Host-sister) an. Sie ist in der Zwischenzeit auch angekommen. Ich entschliesse mich, nochmals auf dem nicht ganz vollständigen Schlagzeug (Bassdrum pedal, High-hat und Ride fehlen) zu jamen. Brain Lentz gestellt sich mit seiner Gitarre dazu und schlussendlich spielt Brenna das Klavier. Obwohl alles nicht gerade gestimmt ist, bringen wir einen ordentlich Sound hin, in unserer kleinen spontanen Jamsession. Nach dem musikalischen Part geht es über zum Tisch. Die Lantz haben ein neues Spiel bekommen, dass wir jetzt spielen dürfen. Im Grunde genommen ist es ein sehr einfaches Spiel. Man würfelt und bekommt dem entsprechend eine Karte, auf der steht, was man tun muss. So kommt es, dass ich während dem ganzen Spiel auf meiner linken Hand sitzen muss, oder dass alle das Wort „Izzle“ nach jedem Satz sagen müssen. Das zweite gefällt mir besonders. Auch einen Kindergartentanz der mit einer Teekanne zu tun hat, lerne ich an diesem Abend. Schlussentlich lerne ich noch Sara, eine Austauschschülerin von Belgien, kennen. Und schliesslich geht es spät nach Mitternacht ins Bett.

jam session

Der Duft von Speck, Rührerei, Swedischen Pancakes, Toast und Orangensaft (nein Orangensaft nicht wirklich) weckt mich auf. Wir haben ein ausgedehntes Frühstück. Zeit scheint hier irgendwie wie keine grosse Rolle zu spielen. Leider geht es nach einer Dusch für Izzy auf die Heimreise. Immerhin haben wir immer noch die Beachparty Musik CD, welche die Fahrt einiges kürzer macht. Vorallem der Song „Wipe out“ und „Surfin’ Bird“ heitern die Stimmung unglaublich auf. Und so sitze ich im Auto ca. 15 Stunden dieses Weekend. Nur um den Hund abzuholen. Würde ein Europärer so einen Trip für eine Uebernachtung unternehmen? Vermutlich nicht. Willkommen in Amerika, dem Land, in dem man mehr als 20 Stunden Auto fahren kann, und immer noch im selben Land ist.

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