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Feb 20, 2009 - Fun, Trips    5 Comments

Zwei Meilen vor dem Ziel!


Iowa

 

 

Seit 4 Stunden sind wir unterwegs. Us-Mum und ich. Wir sind beide müde und haben genug vom Autofahren. Unser GPS hat uns ein bisschen in die Irre geführt. Deshalb haben wir uns kurz via Handy eine Wegbeschreibung geben lasen. Jetzt sind wir schon fast da. Nur eine Strasse trennt uns von dem Ziel. Und auch das GPS namens Garmin weißt uns durch diese Strasse. Allerdings ist mitten auf der Strasse ein umgekipptes Schild. Da wir aber Spuren im Schnee sehen, denken wir, dies wird schon gehen und fahren in die Strasse die immer wieder mal  mit einer Art Schneebank bedeckt ist. Die Erste bewältigen wir ohne Problem. Auch die Zweite geht ziemlich flott. Die Dritte ist ein bisschen härter zu bewältigen. Und die Vierte noch härter. Jetzt sind wir schon sicher 1 Meile  von unserem letzten Abzweiger entfernt. Das heisst, jetzt gibt es kein zurück mehr. Der Schnee wird immer  mehr. Der rote Honda scheint allerdings alles zu bewältigen. Und trotzdem geschieht es. Was du schon längst erwartet hast passiert: wir fahren in die nächste Schneebank. Wir geben voll Gas, wir verlieren langsam die Kontrolle über den Wagen und es fühlt sich mehr wie Skifahren an. Ca. zwei Meter vor dem Schluss stecken wir fest. Alles stossen von meiner Seite nützt nichts. Der Rote Honda scheint festzustecken. Wir probieren mit einer Notschaufel (Das Ding mit dem man das Eis von der Windschutzscheibe kratz) unser Automobil auszugraben. Ohne einen kleinen Erfolg. Wir rufen schliesslich Lantz an, die Farmer Familie zu der wir gehen.

Stock in the snow!

Sie kommen mit einem weissen, grossen Chevy und zwei Schaufeln. Ja, diesemal richtig grossen Schaufeln. So wie es sich ein Kind nur träumen lässt. Wir schaufeln den Weg frei. Der kleine Rote (unser Auto) bewegt sich auch mit Hilfe von drei Personen kein bisschen. Brain Lantz entscheidet sich, mit seinem Auto in die Schneebank zu fahren. Vorsichtig und geübt macht er das. Kurz vor Schluss steckt auch er fest. Nun sind es also zwei Autos, die fest stecken. Gut, wir waren schon fast am Ziel und jetzt stecken Autos fest. Die Gemüter der Mitanwesenden verschlechtern sich, nur ich kann mein Lachen fast nicht unterdrücken. Schliesslich schaffen wir es, das weisse Auto wieder fahrbar zu machen und können nun auch unser Auto aus der Schneebank entfernen.

me trying to shovel.

Nach einem kleinen Missverständnis dreht Linda (Host-mum) den Car. Sie dachte, wir würden zurück fahren. Allerdings möchte Brain mit seinem grossen Auto voraus fahren, um als eine Art Pflug zu figurieren. Wir drehen noch einmal um. Plötzlich sitz Mum ca. einen Meter tiefer als ich. Ich kann mein Lachen kaum mehr verdrücken. Wir sind neben die Strasse gekommen und die Hälfte des Autos steckt im Strassengraben. Wir sind immer noch kurz vor dem Ziel. Ich steige aus und kann mir das Lachen wirk lichkaum mehr zurück halten. Zum Glück sieht es Brain jetzt auch mit Humor. (Ein bisschen später erfahren wir, dass ihm ein ähnliches Manöver vor zwei Wochen ebenfalls Misslungen ist.) Noch einmal ziehen wir unseren Honda mit Hilfe des weissen amerikanischen Auto aus dem Schnee. Ein bisschen spektakulärer als das letzte Mal. Ich dachte für einen Moment, dass unser Auto umkippen würde. Allerdings schafften wir es irgendwie raus aus dem Graben. Und ich bin froh das ich nicht im Auto gesessen haben und nur ein paar Foto’s der ganzen Aktion gemacht habe…

 

second stock!
 

 

pulling out!
 

Endlich geht es zur Farm –  ohne einen weiteren Unterbruch. Alle scheinen ein bisschen geschlaucht zu sein. Ich denke nur, wie amüsant solche Situationen das Leben doch machen! 

 

Aug 19, 2008 - everyday life, Fun    No Comments

Nie wieder McDonalds!

Erster Einkauf

Da mein Adapter nicht mit meinem Laptop kompatibel ist, gehe ich heute mit Kathryn (älteste Gastschwester) und Kirsty in den Appleshop. Wir fahren ca. 15min bis wir dort sind. Unterwegs sehe ich ein zugähnliches Auto oder wohl eher Bus. Ich frage Kathryn was, dies für ein komischer Bus sei, der einem Wildwestzug ähnelt. Sie antwortet mir in Deutsch, denn sie war ein Jahr in Deutschland, dass dies der Bus ist der eine Tour durch die vielen Shopping Mals macht. Nach einem kurzen umschauen, merke ich, ich bin in einem in einer riesigen Shoppingmal „Gegend“ gelandet. Links von mir die grösste IKEA-Filiale der Welt, ich denke ca. so gross wie unser Kanton Basel-Stadt, auf jeden Fall riesig, und rechts von mir sind dutzende andere riesige Shoppingcenters. Immer wie mehr wird mir bewusst wie klein die Schweiz eigentlich ist.

Dann erreichen wir unsere Ziel. Eine riesige Shoppingmal. Zuerst sehe ich nur die Aufschrift Penny’s und denke wo denn wohl der Appleshop sei. Als wir dann rein gehen merke ich das Penny’s nur eins der über 350 Geschäfte ist die in diesem Center sind. Als kleiner Klammer Bemerkung, Penny’s hat etwa die doppelte grösse eines Manors… Nach einem längeren Spaziergang durch dieses unglaublich grosses Zentrum kommen wir tatsächlich noch zum Appleshop. Ich besorge mir was ich gebraucht habe und danach spendiert mir Kathryn Etwas bei Starbucks. Zurück in Penny’s besorge ich mir noch drei T-Shirts, für den Preis von 30 U.S. Dollar. Ich kann mich kaum mehr halten, denn diese Art von T-Shirts würde bei uns in der Schweiz mind. Fr. 35.-, wenn nicht noch mehr pro Stück kosten. Ich werde wohl mehr als einen Koffer mit nach Hause bringen.

Auf der Heimfahrt entdecke ich wieder Etwas, dass mir sehr fremd erscheint. Ich sehe ein Friedhof. Ich sehe die vielen alte Leuten und plötzlich ein Auto. Und nicht nur eins sondern eins nach dem anderem. Auf dem Friedhof, Autos? Tatsächlich sind die Amerikaner scheinbar so Autofreundlich, dass sie sich nicht einmal vor dem Friedhof kurz von ihnen verabschieden können. Zu dem ist der Friedhof wieder um einiges grösser, als ich mir einen grossen Friedhof vorgestellt habe.

Am Abend geht die ganze Family in einem Fastfoodrestaurant essen. Die Burgen sind natürlich grösser und schmecken zu dem auch 10 mal besser als gewohnt. Ich sage, dass ich nie wieder in einen MC Donalds gehen werde.

Am nächsten Tag gehen Kathryn, Linda und ich in die Schule um den Stundenplan durchzugehen. Die Schule ist rieseig! 3000 Schüler werden hier täglich ein- und ausgehen. Das Gebäude hat zwei Stockwerke, mit weiss was ich wie vielen Schulzimmern. Die Gänge sehen alle gleich aus! Wirklich! Ich hab keine Ahnung wie ich hier immer meine Schulzimmer finden werde. Zum Glück zeigt mir Kathryn wo meine Stunden stattfinden werden, so habe ich zu mindest eine kleine Ahnung wo ich hingehen muss. Mein Schliessfach zeigt sie mir ebenfalls noch und ich bekomme eine weiter Lektion, wie ich es aufbringen könnte. In diesem Moment denke ich, dass ich es jetzt im Griff habe. Leider war dem nicht so…

Aug 18, 2008 - everyday life, Fun    1 Comment

Kino, Shoppingmal, Flughafen

Schild vor der Einfahrt zur Willow Creek Church in South Barrington

Dieses Mal kann ich nicht solange Schlafen. Aber ich könnte glaub auch nicht viel mehr. Es waren wieder ca. zehn Stunden. Heute gehe ich das erste Mal in die Kirche auf amerikanischen Boden. Ich freue mich total! Die ganze Family ist mit von Partie, natürlich mit dem Auto unterwegs. Nach einer kurzen Fahrt von ca. einer Viertelstunde biegen wir ab. Ich sehe ein Schild mit einer grossen Aufschrift „Willow Creek Church!“. Es sind eine ganze Reihe Autos vor uns und ich habe das Gefühl wir würden an eine Footballmatch gehen. So viele Parkplätze so viele Leute, dass kann doch gar nicht Kirche sein! Nun sehe das Gebäude zum ersten Mal. Ich hab keine Worte dafür, dies ist unglaublich! Die grösse eines Stadiums, mit den Büros und sonstigen Räumen herum noch grösser! Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus! Als wir dann mit den anderen Footballsfans, öhm Kirchgänger ins Stadium oder eher Kirche hineingehen, ändert sich an meinem Gesichtsausdruck nichts! Mund offen! Jetzt bin ich mir sicher nicht in einem Stadium zu sein, ich sehe Rolltreppen und eine Wasserfall von der oberen Etage herunter plätschern. Nun ist klar wir sind in einer Shoppingmal (Einkaufszentrum) gelandet. Ich frage kurz ob wir uns verfahren haben. Dem ist natürlich nicht so. Weiter geht’s in den eigentlichen Saal, wo der Gottesdienst stattfinden wird. Dieses Mal bin ich mir fast sicher, es muss ein riesiges Kino sein, denn die Sitze sind wie im Kino und auch die Anordnung ähnelt einem Kino. Ich versuche zu zählen. Linda schaut mich an und sagt 7000! Ein bisschen gross für ein Kino. Tatsächlich bin ich in einer Kirche gelandet. Wie kann es möglich sein, dass 7000 Leute in eine Kirche gehen. Ich meine bei uns sind 300 schon ein riesiger Erfolg. Wow, einfach unglaublich!

Der Gottesdienst beginnt mit einem Videotimer, der zwei Minuten runter zählt, moderiert wie im Fernseher. Und dann geht es los, eine grosse Band von ca. 18 Leuten beginnen zu spielen. Total moderner Musik ähnlich wie im ICF-Basel, aber trotzdem anders. Eine nette begrüssen von Bill Hybels und noch mehr Worship Musik vervollständigen den Anfang. Weiter geht es mit einem Theater, nicht wie man meinen könnte mit einem wenig unprofessionellem Schauspiel, sonder wirklich auf einem professionellen Niveau, wie ich meine. Danach Predigt ein Gastprediger, leider verstehe ich nicht nur etwa die Hälfte von dem was er sagt, er hat ein unglaublich grossen Akzent. Trotzdem langweile ich mich kein bisschen. Nach der Predigt spielt die Band nochmals einen Song und Bill verabschiedet uns. Allem in allem ca. 1,5 h Gottesdienst oder wie sie es hier nennen „Service“.

Ich werde gefragt ob ich noch für den zweiten „Service“ bleiben möchte, der extra für junge Leute zwischen 13 bis ca. 20 ist. Ich bejahe. Bis es so weit ist führt mich Sarah noch in der ein bisschen herum. Als ich die vielen Essenstände, Coffeshop, Büros noch mehr Säle, und sogar einen Shop sehe, überkommt mich das Gefühl in einem Flughafen gelandet zu sein. Ich übertreibe keines Wegs. Wenn jemand von euch jemals in Chicago ist, egal ob Christ, Atheist, Muslim oder was sonst, diese Kirche müsst ihr besuchen!

Der zweite Gottesdienst findet in einem anderem Saal statt, ich bin nicht sicher wie viele Personen es dieses Mal sind aber es müssen mind. Über 1000 sein.  Der Style ist deutlich am alter der Besucher angepasst. Am Anfang werden alle dazu aufgefordert nicht in ihrer Gruppe zu sitzen, sondern sich zu jemand fremden zu setzten. Wieder fühle ich mich wie in einem Ameisenhaufen, doch immer noch bin ich in dieser Kirche. Ich bleibe in der nähe von Sarah, da wir leider ein bisschen früher gehen müssen. Nun beginnt die Worshipband zu spielen und selbst die Anzeige für den Text der Lieder ist total modern und ähnelt einem Anfang eines Filmes wo die Namen der Schaulspieler etc. eingeblendet werden. Absolut durch „gestylt“! Hier gibt es keine eigentlich Predigt, zwischen je zwei, oder drei Lieder gibt es einen kleinen Input. Dann ist es leider schon so weit, ich und Sarah müssen leider schon gehen. Doch ich weiss, dies bleibt sicher nicht mein letzter Besuch in Willow Creek!

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