Aug 17, 2008 - everyday life    No Comments

Erste Eindrücke

Silverman

Es ist Mittag und ich bin immer noch, auch nach 14 Stunden,am schlafen oder dösen, wie man’s nimmt. Plötzlich geht meine Zimmertür auf und ich werde mit einem „Hey Dude!“ von meinem U.S-Dad aufgeweckt. So gleich springt Izzy auf mich und weckt mich total. Spätestens jetzt bin ich absolut wach. Nach dem Anziehen gehe ich runter in die Küche und esse das erste Frühstück bei Silvermans, Cereals. Was für den einen oder anderen spektakulär und nach einem typischen amerikanischen Frühstück klingt, ist in Wirklichkeit schlicht und einfach Kellogs, aber natürlich mit amerikanischem Flavour.

Mein erster Shoppentrip steht kurz bevor und ich fahre mit Dan in ein Einkaufszentrum um Esswaren zu kaufen und um herauszufinden was ich gern hab und was nicht. Dan fragt mich, ob ich dieses und jenes Mag. Was nach einem sehr einfach Prozedere klingt, überfordert mich in der Realität ein bisschen. Denn alles sieht anders aus als in der Schweiz und die Englischen Ausdrücke für Lebensmittel die ich in der Schweiz gelernt habe, scheinen nicht viel zu nützen, da die Amerikaner sowieso noch mal alles anders nennen. Ach und die Auswahl. Ich meine, wann hat man schon die Auswahl zwischen Frühstücksflocken in ca. 70 verschiedenen Sorten und die jeweiligen Sorten noch in ca. fünf verschiedene Grössen? Ich entscheide mich für die gut aussehenden classic Kellogs. Das Einkaufszentrum ist riesig und kein vergleich mit einem MMM Migros. Was mir einen bisschen einen Durchblick verhilft in der Auswahl was ich mag, sind die vielen Probemuster. An jedem Gang Ende/Anfang stehen Angestellte mit Probemuster, so wie man es kennt. Aber wie schon gesagt, überall. Wenn ich obdachlos wäre und kein Geld hätte, müsste ich mir immerhin ums Essen keine Sorgen machen. Nachdem wir unseren grossen Einkaufswagen, auch der grösser als die in der Schweiz, gefühlt haben gehen wir noch in einen zweiten Lebensmittelladen der ein bisschen kleiner ist aber immer noch riesig. Wieso weiss nur Dan, er hat denn vollen Durchblick wo was am günstigen und vor allem am Besten ist.

Am Abend kommt Kahtryn nach Hause. Sie ist meine älteste Gastschwester und wir im Dezember heiraten. Wir essen zur Feier des Tages Hühnchen mit Maiskolben, was laut Aussage ein wirklich typischen amerikanisches Nachtessen ist. Als sich das Abendessen zum Ende neigt, sagt Dan spötisch: ,,Siehst du Linda (U.S.-Mum) es ist doch gut das wir zwei Hähnchen gemacht haben! Eins für Raphy und eins für den Rest“ Wie Recht er hat. Ich bekomme wirklich genug Essen und Fleisch!

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