Aug 21, 2008 - everyday life    1 Comment

First School Day

Sarah und ich vor dem ersten Schultag

Viertel ab Sechs. Mein „USA“-Handy läutet. Zeit aufzustehen. Allerdings warte ich noch. Und dann endlich mein „Schweizer“-Handy läutet, genau wie geplant springe ich aus dem Bett und mach mich parat für meinen ersten Tag William Fremd High School. Ich bin sehr aufgeregt. Als ich und Sarah (Gastschwester) aus dem Haus gehen macht Linda noch ein Foto von uns. Etwas, dass mir sehr heimisch vor kommt. Wir laufen ca. 1 min zur Bussstation und müssen noch ca. 5 min warten. Es ist auch Sarahs erster School Day in der William Fremd High School, sie war vorher in der Junior High School.
Und da kommt er, wie ihr in aus den vielen Filmen kennt, der Schoolbus! Gelb wie eh und je und mit dem klassischem Stop Schild. Der Bus ist allerdings ein bisschen moderner als ihr es euch vorstellt. Beispielsweise ist das Stoppschild mit Lämpchen ausgestatten, welche das Wort „Stop“ zum erleuchten bringen. Als der Bus alle Schüler „eingefangen“ hatte, heisst uns der Buschauffeur willkommen und redet irgend etwas, wo er nach der Schule warten wird.
Nach gut weiteren fünf Minuten biegt der gelbe Bus ab und wir sind da. Nun bin ich Teil der grossen Menge und es kommt mir vor wie in einem Bienenhaus. Am Eingang machen, ich denke es waren irgendwelche Angestellte der Schule, Fotos von uns. Ich gehe zu meinem Schliessfach und verstaue mein Rucksack. Mit Stift und einem Block gehe ich zu meiner ersten Stunde. Computer Drawting ist angesagt und ich bin sogar reichzeitig im Zimmer. Als erstes ertönt eine Stimme die uns willkommen heisst, plötzlich stehen alle auf und halten ihre rechte Hand auf ihre linke Brust und schauen zur amerikanischen Flagge. Ich war so überrascht, natürlich wusste was geschieht, in diesem Moment dachte ich schlicht und einfach nicht mehr daran. Und da sitze ich also, der Einzige der nicht steht. Allerdings nur für ein paar Sekunden. Ich bin genug clever um aufzuspringen und es den anderen Schüler gleich zu tun. Allerdings habe ich keine Ahnung, was für ein Sprüchlein (The Pledge Allegiance). die andern aufsagen. Ich versuche einfach so zu tun als ob ich wüsste was ich sagen würde. Niemand nimmt war, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, was ich zu sagen hätte. Nachdem begrüsst uns unser Lehrer herzlich zu unserer ersten Stunde. Ich bin überrascht wie durchmischt unsere Klasse ist. Ich meine neben mir sitzt ein Junge der vermutlich etwa 15 ist, hinter mir ein Mädchen das nicht älter als 14 sein kann und zu meiner Linken ein andere Junge der sichere 18 ist. Und so zieht es sich durch die Klasse hindurch. Man könnte meinen ich sei in einer Schule am Ende der Welt, wo es einfach nur eine Klasse für alle Stufen gibt.
Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr über die genauen Fächer schreiben, dies werde ich aber nachholen!
Meine zweite Stunde verläuft ohne irgendwelche peinliche Szenen. Dass ich Schweizer bin, merkt mein Lehrer erst gar nicht. Ich bin einfach schon zu abgeklärt. Allerdings muss ich merken: Dem ist nicht so. Denn in der nächsten Stunde (Computer Programming) setzte ich mich natürlich sogleich an einen, von meiner Seite her, idealer Platz. Nicht zu hinterst, damit ich nicht nach vorne versetzt werden kann und nicht zu vorderst, aber so dass ich trotzdem alle im Überblick habe. Unerfreulicherweise möchte sogleich jemand anders an meinen Platz setzten und ich merke schnell, dass die Sitzordnung schon vorgegeben ist. Nun ja kann ja passieren. War wohl einfach nichts mit dem perfekten Platz. Tja, man kann nicht immer alles haben. Die Stunde, 50 min lang, geht ziemlich schnell vorüber und schon habe ich Mittagspause. Normalerweise würde ich sagen, ich hätte grosse Pause, denn es ist erst 10.10 AM. Aber es ist tatsächlich gedacht, dass dies meine Mittagspause ist. Nun gut, ich gehe in den Essbereich, ca. 500 oder noch mehr Schüler haben darin Platz um zu essen. Ich habe keine Ahnung wo ich mich setzten soll, meine Gastschwester hat erst die Stunde danach Mittag und so setzte ich an den runden Tisch an dem erst jemand sitzt. Allerdings war dieser jemand sehr schnell müde und verbrachte die Lunchstunde mit schlafen. Irgendwie speziell. Da meine Ausstrahlung von unglaublicher grösse ist, setzten sich ziemlich rasch drei andere Mitschüler neben mich. Allerdings muss ich merken, dass dies vielleicht nicht gerade die Gruppe ist, in die ich rein kommen will. Sie fluchen die ganze Zeit herum und für kurze Zeit schreien sie herum und spätestens jetzt kennen mich einige mehr. Zum Glück muss ich ins Musikzimmer, der Musiklehrer will heraus finden, was ich alles spielen kann. Ich spiele das erste Mal Marimbaphon, was allerdings in meinen Ohren nicht gerade gut tönt. Das ganze „Casting“ verläuft allerdings ein bisschen zu lang, so dass ich zu spät zur nächsten Stunde komme. Ca. 15 Minuten. Wenn ich aber ehrlich bin sind 10 Minuten sicherlich meine Schuld, denn ich muss noch kurz meine Ordner für die nächste Stunde aus dem Schliessfach holen. Leider ist das Öffnen ein bisschen länger als geplant. Ich habe keinen Plan mehr wie ich dieses Ding aufbringen sollte. Zwischen 5-10 Minuten stand ich davor und versuchte vergebens es aufzubringen, bis ich merke, dass ich eigentlich nur zwei Dinge falsch mache. Ich habe die erste Zahl mit der letzten verwechselt und einmal zu schnell nach Links gedreht. Die English Study and English History Lehrer haben volles Verständnis für mein zu spät kommen und wieder setzte ich mich an denn falschen Ort, denn wieder gibt es eine vorgegebene Sitzordnung. Der Rest meines Schultages geht ohne Problem über die Runde. Und schon habe ich mein nächstes Meeting mit meinem Schul-“Counselor“, jemand bei dem ich anklopfen kann, falls ich ein Problem hab und der sonst schaut, dass alles glatt über die Runde geht. Der Grund für mein Meeting ist, ich habe noch ein Stunde mehr, die ich mit einem Fach belegen muss, nach einem kürzeren hin und her entscheiden wir uns für Photography. Was sich am nächsten als Volltreffer entpuppt. Der Lehrer und die restlichen Schüler sind total offen und nett. Aber eigentlich ist es nur ein Volltreffer weil im ganzen Zimmer ca. 20 Mac Pro’s stehen!!!
Mein erster Schultag neigt sich dem Ende zu und ich gehe aus dem Ameisenhause raus, auf die Suche nach meinem Schulbus. Ich lief die ganze Schlange runter ca. 30 Büsse stehen in einer Zweierkolon und warten auf die Schüler. Leider kann ich meinen Buss, auch nach einer etwas längeren Suche, nicht finden und bin sehr froh meine Gastschwester zu sehen. Sie zeigt mir auch perfekt, wo wir aussteigen müssen. Ich denke dies hätte ich sicherlich auch verpasst.

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