Feb 28, 2009 - everyday life    No Comments

Game Day!

 

 

United Center Inside

United Center Inside

Takka (Kollege mit dem ich das Fach Photographie 2 besuche) und ich sitzen im Zug. Nachdem mich Takka in „Guitare hero“ ziemlich unter den Tisch gespielt hat, bin ich ein bisschen bedrückt. Allerdings ist es okay, denn Takka spielt nebst „Guitare Hero“ auch richtige Gitarre, was wohl Sinn macht. Wieso sollte man auch stundenlang eine unechte Guitare spielen? Guitare HeroGuitare hero ist wohl eins der Spiele, das einem zwar Spass macht, allerdings auch nur einiges fauler und unwillig, um eine echte Gitarre in die Finger zu nehmen. Anyway! Wir haben danach noch ein Schild für das Spiel geschrieben (Schild musste ich auf Leo.org von Englisch nach Deutsch übersetzen, verliere ich mein Deutsch?). Auf dem Schild steht „Yes we can, 3-point game! It’s Time for a change (Ja wir können drei Punkte Spiele. Es ist Zeit für eine Veränderung). Was sich natürlich auf Obama bezieht, der ja von Chicago ist, aber das wusstet ihr natürlich. Nach der Zugfahrt geht es via öffentlichen Bus wieter, ja die gibt es in Amerika auch. Meistens sieht man einen oder zwei im Monat, die dann zum „United Center“ oder anders gesagt zum Bulls Stadion fahren.

Wir spüren beide, dass wir nicht mehr weit von einem grossen Moment in unserem Leben entfernt sind. Wir sehen die Michael Jordan Statue und machen Photos davor. Endlich geht es ins Stadion. Micheal Jordan Statue Mit minimalen Security-Kontrollen geht kommen wir rein. Ich werde nicht mal nach Schweizer Sackmesser, Schusswaffe oder Bombe untersucht. Was für eine Ironie. Als ersten kommt es mir vor, als seien wir in einem Einkaufszentrum gelandet. Essenstände, Fanshop und Rolltreppen sind zu ersichten. Allerdings wechselt diesen Gefühl recht schnell und wir finden unsere Plätze relativ schnell. Wir sitzen ziemlich weit oben, und wer unter starker Höhenangst leidet, sollte woll lieber ein Ticket im unteren Bereich kaufen. Wir treffen andere AFS-Austauschschüler, die in der Chicago Rush Hour ca. 2 Stunden herum gedümpelt sind. Stolz präsentiere ich mein Chicago Bulls Einwerf-Shirt, welches ich vor zwei Wochen im Internet bestellt habe. Es dauerte nur zwei Tage. Ich wünschte, in der Schweiz wäre dies das selbe. Musste mal über vier Wochen auf Basketballhosen warten. Einige von euch kennen den Video „Space Jam“ mit Michael Jordan. national hymn Genaus wie in diesem Film wurden die Spieler der Chicago Bulls vorgestellt. Ganzes Stadion ist dunkel, rote Laser tanzen durch das Dunkel und eine tiefe laute Stimme sagt die Spieler an. Durch einen Gang von Cheerleaders laufen sie jeweils einzeln von einem Scheinwerfer beleuchtet ein. Die Nationalhymne der USA wird im selbem Stil gesungen. Traditionell halten drei Männer der Armee eine amerikanische Flagge, in der Mitte ist das Maskottchen der Bulls, Benny, mit einer Chicago Bulls Flagge, passt nicht wirklich zur Hymne, aber schliesslich sind wir ja an einem Bulls Spiel. Nun ist es auch klar, dass Thabo Sefolosha schon längst in Oklohma ist, und wir ihn nicht zu sehen bekommen. Auch sind alle andere Spieler, die in den letzten zwei Tagen verkauft oder getauscht worden sind, nicht anwesend. So kommt es, dass die Bulls mit nur acht Spieler auftreten und da einer nur eine Minute spielen wird, eigentlich nur mit Sieben. Die Chancen auf einen Sieg gegen die Nuggets, die mit Chauncey Billups einen All Star im Team haben, sind nicht gerade hoch. Dementsprechend sind die Bulls auch ziemlich schnell in Rückstand Cowboy Monkeyund so kommt es, dass die Bulls nun nach dem ersten der vier Viertel mit 21-31 im Rückstand liegen. In der Halbzeit sehen wir nebst einem Hund, der von einem, man höre und staune, Cowboy Affchen geritten wird, Cheerleaders (Lover Bulls) und eine Gruppe mit Übergewichtigen performen. Letzteres finde ich eine gute Idee finde, sie können dann auch ziemlich gut tanzen.

 

Takka, AFSler und ich starten mit ein bisschen mehr Support und cheeren für die Bulls loud out. Nun dreht sich das Spiel und in nach dem zweiten viertel liegen sie voraus. Hoffnung steigt!

 

Flying Benny

 

 

Die Halbzeitshow ist mit einem Sing Contest gestallten, bei dem eine Frau $ 1’000 Dollar gewinnt. Danach gibt es eine kurze Dunking Show mit Trampolin. Sogar Benny, der Stier, wagt sich einen Ball in den Ring zu smashen. Es werden Saltos und andere akrobatische Kunststücke via Trampolin und dann Dunks vorgeführt. Auf dem grossen Screen der in der Mitte gross von der Dicke herunter hängt, werden alle Gruppennamen gezeigt, welche anwesend sind, auch wir erscheinen kurz auf dem Screen mit Namen. Wir hätten es sogar als Person auf den Screen geschafft, doch leider endete die „Zeig den Schild Tour“ kurz bevor sie bis zu uns kam. In der zweiten Halbzeit kommen Takka und ich einiges mehr dazu, unseren Schild hoch zu heben. Ben Gorden wirft einen Drei Punkte Wurf nach dem anderen. Die Stimmung wird immer wie besser. Wir stehen jetzt die meiste Zeit des Spieles. Nur eine Person, die hinter mir sitzt, findet dass ganze nicht so lustig und bittet mich hinzusitzen. Ich entschuldige mich hiermit hoch offiziell bei dieser Person, welche durch einen lauten Schweizer Bulls Fan beim geniessen eines Spiels gestört wurde. Genug der Ironie, den die Bulls gewinnen schlussendlich das Spiel.

 

 

Takka and me with Sign

 

 

 

 

Mit dem Bus geht es schliesslich zurück zum Bahnhof. Im Bus hat es einige mehr oder weniger amüsante, wohl betrunkene, Bullsfan, die mich und Takka ablenken. Als ich dann noch versuche mein Französisch mit zwei Franzosen, welche wir gerade eben getroffen haben, aufzubessern und mit ihnen in ein längeres Gespräch komme, verpassen wir, rechtzeitig auszusteigen. Wir sind so ziemlich am falschen Ort gelandet. Ich war zwar schon mehr als fünfzehn mal in Chicago, aber von hier zum Bahnhof musste ich noch nie. Wir versuchen es zuerst auf eigene Faust. Dank meiner guten Orientierung laufen wir genau in die entgegen gesetzte Richtung. Wir fragen drei Damen, die in Richtung eines Bahnhofs laufen. Wir folgen ihnen. Doch am Ziel angekommen stellen wir fest, dass dies der falsche Bahnhof ist, ja Chicago hat mehr als ein Bahnhof. Nun fragen wir jemanden, der bei der Bahn arbeitet und er kann uns genau sagen, wo wir lang laufen müssen. Wir müssen ca. 30 Minuten laufen. Unterwegs treffen wir andere verirrte Leute an, die nach dem Weg fragen. Es fühlt sich einfach gut an, nicht alleine zu sein. Endlich finden wir den rechten Bahnhof mit dem richtigen Zug und fahren sicher und zufrieden nach einem Basketballspiel, das ich so schnell nicht vergessen werde, nach Hause.

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