Aug 16, 2008 - everyday life    No Comments

“Homecoming”

Illinois und USA Flagge

Im Hotel werde ich sehr freundlich von weiteren ASF Helfer empfangen. Wir essen zusammen mein erstes Nachtessen. Pasta mit Tomatensauce, typisch amerikanisch? Nicht wirklich! Aber trotzdem ziemlich gut. Danach geht es ins Bett. Um fünf Uhr morgens stehe ich auf und bin überrascht, dass ich überhaupt nicht müde bin. Nun ja, andere würden es eventuell „Check leg“ nennen. Ich nehme zuerst ein Dusche und danach bügeln ich und der eine meiner zwei Zimmergenossen, unsere T-Shirts. Das Frühstück ist sehr ausgiebig allerdings muss ich mich erst an den süssen Geschmack der Kellogs und der Donuts gewöhnen. Kurz nach dem Frühstück gehen wir zurück ins Zimmer, wir hätten eigentlich erst um 8 A.M. aufstehen müssen, aber wir wollten sicher gehen, dass es noch Frühstück hat.  Als es dann endlich 8.00 A.M. ist gehen wir runter und werden von den AFS-Leuten in den amerikanischen Lifestyle eingeführt. Sie erzählen uns viele witzige Stories. „It’s not wrong, it’s not right, it’s just different“ (Es ist nicht falsch, es ist nicht richtig, es ist einfach anders) höre ich immer und immer wieder.

Zum Mittagessen gibt es Hotdogs, also nicht heisse gebratene Hunde, sondern wirkliche Hotdogs so wie in der Schweiz. Nun das stimmt eigentlich auch nicht den das Brot ist anders und die Wurst auch, aber es sieht dem „schweizer“ Hotdog ähnlich. Am ähnlichsten dem in der IKEA. Am Nachmittag erzählen uns die AFS-Helfer (fast alles Frauen im die 45) noch mehr über Amerika und ich bekomme langsam nichts mehr mit. Aber lustig ist es auf jeden Fall, denn wir machen auch Spiele uns sonstige Sachen. Wie zum Beispiel wie man das Schloss eines High School Schliessfach aufbringt. Wirklich schwierig! Aber nach dem ca. 10 Versuch hab auch ich es im Griff. Wie es wirklich funktioniert schreibe ich hier wohl besser nicht, es wäre zu kompliziert und es würde sowieso niemand durchblicken.

Danach ist es soweit, wir gehen uns verstecken damit uns unsere Gastfamilie auch ja nicht früher sieht, als sie es geplant ist. Wir gehen die Treppe rauf und wer sitzt gemütlich auf dem Sofa und hat einen Small Talk mit einer AFS-Helferin? Meine Gastfamilie! Allerdings muss ich natürlich vorbeilaufen, als ob sie nicht da wären, was mir auch ziemlich gut gelingt, wie ich meine. Wir Exchange Students etwa 20 (aus Dänemark, Brasilien, Chile, Norwegen, Spanien und Indien), warten nochmals etwa 1,5 Stunden bis es soweit ist. Als es dann endlich so weit ist gehen wir wieder runter in den Saal. Jede Nation hat natürlich ein Schild mit seiner Flagge und Name der Nation darauf, es kommt mir vor wie bei den Olympischen Spielen. Und dann endlich ertönt es „Please welcomes you the exchange stundents from Switzerland!“ (Bitte begrüssen sie die Austauschschüler aus der Schweiz), Linda (Host-Mum) Dan (Host-Dad) und Sarah (Host-Sister) umarmen mich herzlich und heissen mich mit einem „Welcome Raphy“-Schild willkommen. So gleich packen wir mein Gepäck, bei dem mittlerweile das einte Rad gebrochen ist, sodass ich jetzt die 22 kg schwere Tasche tragen muss, und steigen ins Auto. Sie fragen mich was ich gerne auf der Pizza hätte und wir bestellen Pizza Hawai. „Welcome Home“ sagt Dan als wir in die Garage meines neuen zu Hause fahren. Sogleich lerne ich auf ein weniger stürmische Art Izzy kenne. Izzy ist eine Texanerin, die, wie ich noch feststellen werde, sehr gerne Icewürfel ist. Ach und das Wichtigste habe ich fast noch vergessen, sie gehört der Spezies Hund an. Nach der Begrüssung essen wir mit Julia (Host-Grandmum) und Kirsty (Freundin von der anderen Gastschwester Susan, die allerdings nicht da ist) Pizza während wir Olympia schauen. Ja, sie haben einen TV in der Küche! Danach gehen wir alle in das Wohnzimmer. Und da steht er eine grossen HD Widescreen Fernseher. Ich weiss sogleich was ich vermissen werde. „Do you like it?“ fragt mich Dan mit einem schelmischen Lächeln. Über 100 Sender haben wir und dieser TV kann noch vieles mehr. Olympia in High Definition Qualität, was will ich mehr?

Um ca. 9.00 PM gehe ich ins Bett. Ich bin sehr müde und werde erst wieder 14 Stunden später wach sein!

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