Aug 18, 2008 - everyday life, Fun    1 Comment

Kino, Shoppingmal, Flughafen

Schild vor der Einfahrt zur Willow Creek Church in South Barrington

Dieses Mal kann ich nicht solange Schlafen. Aber ich könnte glaub auch nicht viel mehr. Es waren wieder ca. zehn Stunden. Heute gehe ich das erste Mal in die Kirche auf amerikanischen Boden. Ich freue mich total! Die ganze Family ist mit von Partie, natürlich mit dem Auto unterwegs. Nach einer kurzen Fahrt von ca. einer Viertelstunde biegen wir ab. Ich sehe ein Schild mit einer grossen Aufschrift „Willow Creek Church!“. Es sind eine ganze Reihe Autos vor uns und ich habe das Gefühl wir würden an eine Footballmatch gehen. So viele Parkplätze so viele Leute, dass kann doch gar nicht Kirche sein! Nun sehe das Gebäude zum ersten Mal. Ich hab keine Worte dafür, dies ist unglaublich! Die grösse eines Stadiums, mit den Büros und sonstigen Räumen herum noch grösser! Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus! Als wir dann mit den anderen Footballsfans, öhm Kirchgänger ins Stadium oder eher Kirche hineingehen, ändert sich an meinem Gesichtsausdruck nichts! Mund offen! Jetzt bin ich mir sicher nicht in einem Stadium zu sein, ich sehe Rolltreppen und eine Wasserfall von der oberen Etage herunter plätschern. Nun ist klar wir sind in einer Shoppingmal (Einkaufszentrum) gelandet. Ich frage kurz ob wir uns verfahren haben. Dem ist natürlich nicht so. Weiter geht’s in den eigentlichen Saal, wo der Gottesdienst stattfinden wird. Dieses Mal bin ich mir fast sicher, es muss ein riesiges Kino sein, denn die Sitze sind wie im Kino und auch die Anordnung ähnelt einem Kino. Ich versuche zu zählen. Linda schaut mich an und sagt 7000! Ein bisschen gross für ein Kino. Tatsächlich bin ich in einer Kirche gelandet. Wie kann es möglich sein, dass 7000 Leute in eine Kirche gehen. Ich meine bei uns sind 300 schon ein riesiger Erfolg. Wow, einfach unglaublich!

Der Gottesdienst beginnt mit einem Videotimer, der zwei Minuten runter zählt, moderiert wie im Fernseher. Und dann geht es los, eine grosse Band von ca. 18 Leuten beginnen zu spielen. Total moderner Musik ähnlich wie im ICF-Basel, aber trotzdem anders. Eine nette begrüssen von Bill Hybels und noch mehr Worship Musik vervollständigen den Anfang. Weiter geht es mit einem Theater, nicht wie man meinen könnte mit einem wenig unprofessionellem Schauspiel, sonder wirklich auf einem professionellen Niveau, wie ich meine. Danach Predigt ein Gastprediger, leider verstehe ich nicht nur etwa die Hälfte von dem was er sagt, er hat ein unglaublich grossen Akzent. Trotzdem langweile ich mich kein bisschen. Nach der Predigt spielt die Band nochmals einen Song und Bill verabschiedet uns. Allem in allem ca. 1,5 h Gottesdienst oder wie sie es hier nennen „Service“.

Ich werde gefragt ob ich noch für den zweiten „Service“ bleiben möchte, der extra für junge Leute zwischen 13 bis ca. 20 ist. Ich bejahe. Bis es so weit ist führt mich Sarah noch in der ein bisschen herum. Als ich die vielen Essenstände, Coffeshop, Büros noch mehr Säle, und sogar einen Shop sehe, überkommt mich das Gefühl in einem Flughafen gelandet zu sein. Ich übertreibe keines Wegs. Wenn jemand von euch jemals in Chicago ist, egal ob Christ, Atheist, Muslim oder was sonst, diese Kirche müsst ihr besuchen!

Der zweite Gottesdienst findet in einem anderem Saal statt, ich bin nicht sicher wie viele Personen es dieses Mal sind aber es müssen mind. Über 1000 sein.  Der Style ist deutlich am alter der Besucher angepasst. Am Anfang werden alle dazu aufgefordert nicht in ihrer Gruppe zu sitzen, sondern sich zu jemand fremden zu setzten. Wieder fühle ich mich wie in einem Ameisenhaufen, doch immer noch bin ich in dieser Kirche. Ich bleibe in der nähe von Sarah, da wir leider ein bisschen früher gehen müssen. Nun beginnt die Worshipband zu spielen und selbst die Anzeige für den Text der Lieder ist total modern und ähnelt einem Anfang eines Filmes wo die Namen der Schaulspieler etc. eingeblendet werden. Absolut durch „gestylt“! Hier gibt es keine eigentlich Predigt, zwischen je zwei, oder drei Lieder gibt es einen kleinen Input. Dann ist es leider schon so weit, ich und Sarah müssen leider schon gehen. Doch ich weiss, dies bleibt sicher nicht mein letzter Besuch in Willow Creek!

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