Aug 16, 2008 - everyday life    1 Comment

Mein erster Flug

Swiss Flugzeug mit dem ich geflogen bin

Ich stehe vor der Passport Controle im Flughafen in Zürich. Um mich herum meine Familie. Der Countown bis zum Start war schon längst gezündet und es ist klar, der Abschied steht kurz bevor. Ich überlege mir noch ob ich wohl ein Fensterplatz im Flugzeug haben werde und schon ist es so weit: Ich muss mich von meiner Familie verabschieden. Zuerst verabschiede ich mich von meiner Grossmutter und Tante Marta danach ist Jeruel an der Reihe. Nach Jeruel kommt Nathanael dran, der seine Tränen nicht mehr zurück halten kann. Als ich mich umdrehe sind meine Eltern schon heftig am Tränen vergiessen, zuerst umarme ich mein Vater und meine Mutter. Ich selbst vergiesse keine Tränen, was aber überhaupt nicht heisst, dass ich niemanden vermissen werde. Ich denke, dass meine Vorfreude fürs Austauschjahr die Tränen zurückgehalten haben. Emotional war der Abschied von meiner Familie jedenfalls. Ich werde sie sicherlich vermissen! Jeder Abschied ist schwer, auch wenn man sich schon lange darauf gefreut hat.

Nun ist es also so weit ich werde nach Amerika fliegen. Mein erster Flug überhaupt. Die vielen Kontrollen verlaufen ohne Probleme, was sicherlich mit der guten Organisation von AFS zusammen hängt. Ich muss ca. 1,5 Stunden warten bis ich ins Flugzeug einsteige. Freundlich werde ich im Eingang des Flugzeuges empfangen und greife mir sogleich eine der Zeitungen, die gratis aufliegen. Ich bin total überrascht wie grosszügig die Sitzverteilung ist. Ich dachte es sei total eng. Leider muss ich schnell feststellen, dass es die Businessclass ist und mein Platz weiter Hinten eher meinen Vorstellungen entspricht. Ich sitze neben Adrian und Johannes unangenehmerweise in der Mitte und nicht wie ich hoffte am Fenster, aber immerhin habe ich ein eigener TV-Screen mit einer grossen Auswahl von Filmen und sogar kleinen Games. Zuerst zeigt man uns Instruktionen wie man sich im Falle eines Notfalles verhalten muss. Ich muss sagen, wenn etwas passieren würde, dann möchte ich auf dem Wasser notlanden. Ich denke dies würde am meisten Spass machen und wer kann schon erzählen er sei einmal auf dem Wasser notgelanden UND hat es noch überlebt. Wäre eine coole Story. Während ich über ein solches Szenarium nachdenke und hoffe, es würde nicht eintreffen, nicht wegen mir, ich hätte vermutlich Spass daran, insofern ich überlebe, sondern weil meine Familie und Freunde zu Hause sich einfach zu grosse Sorgen machen würden, wird schon das Mittagessen serviert. (Wow dass war ein langer Satz). Ich entscheide mich für Spätzli mit Gemüse, beim zweiten bin ich mir nicht sicher ob es einfach nur ein Stück Truthahn geben würde. Ich schaue mir ein Film an und geniesse mein ersten Flug in vollen Zügen. Nach ca. sieben Stunden ertönt lauf laut die Ansage, dass wir bald landen werden und wie auch immer wir die Zeit über die Runden verbracht haben einen guten Flug hatten. Dies klingt ein bisschen demotiviert vom Piloten als ob er mühe hatte mit der Zeit und ständig auf die Uhr schauen musste.

Nun geht es dach draussen. Ich betrete das erste Mal U.S. amerikanischen Boden. Ich fühle mich gut dabei. Leider kann ich kein Foto von meinem Flugzeug machen da Kamera und Handys verboten sind, bevor man kontrolliert worden ist. Man frägt sich warum.

Jetzt sehe ich eine riesige Schlange und bereue, dass ich die Rolltreppe benützt habe, die nicht nach oben fährt sondern nur gerade aus und eigentlich total unnötig ist. Aber mir ging es nicht darum Energie zu sparen sondern darum wie ein abgeklärter Amerikaner zu wirken. Wahrscheinlich benützen diese Rolltreppe nur unwissende erst Flieger.

Ca. 2 Stunden muss ich warten bis ich dran komme, dafür verläuft jetzt alles sehr flüssig und ich finde schnell die rot gekleideten ASF Helfer. Sogleich geht das warten weiter und ich warte nochmals eine Stunde. Zuerst gehen alle AFS Studenten die nicht nach Chicago kommen sonder wo anders z.B. Detroit. Als ich dann endlich dran komme muss ich nochmals draussen eine Stunde warten bis ich in den Buss steigen kann der uns ins Hotel führt.

Be Sociable, Share!

1 Comment

  • [...] Ich stehe vor der Passport Controle im Flughafen in Zürich. Um mich herum meine Familie. Der Countown bis zum Start war schon längst gezündet und es ist klar, der Abschied steht kurz bevor. Ich überlege mir noch ob ich wohl ein Fensterplatz im Flugzeug haben werde und schon ist es so weit… Weiterlesen [...]

Got anything to say, found a mistake? Go ahead and leave a comment!