Mar 17, 2009 - everyday life, Sport    No Comments

Closed Doors

 

Basket

Es ist Oktober ein schöner, schulfreier Dienstag. Aus lauter Langeweile gehe ich auf die Internetseite meiner Schule. Es müssten bald die „Tryouts“ für Basketball sein. In Try-Outs geht man in ein Training und der Coach beurteilt  beispielsweise 30 Athleten von welchen 12 es ins Team schaffen. Als ich zu der Tryouts Datum scrollte, stellte ich unter grossem Entsetzen fest: die Tryouts waren gestern und heute! Ich habe die Tryouts verpasst!! Entäuscht und ein bisschen verärgert über mich selbst nehme ich es zur Kenntnis. Als ich dann zu einigen Spielen gehe und sehe, dass ich es ins Team hätte schaffen können, werde ich noch mehr sauer und würde am liebsten das ganze Tryout System ändern. Blöderweise hat man keine Chance ins Team zu kommen, nachdem die Tryouts statt gefunden haben. Nun gut, es wird ja wohl noch eine andere Möglichkeit geben Basketball zu spielen im Micheal Jordan Land… So ist es dann auch. In Willow Creek (die gigantische Kirche) gibt es eine eigene Basketball-Liga. Ja eine Basketball-Liga mit 14 Teams à ca. 9 Personen pro Team in einer Kirche. Willkommen zu Basketamerika. Die Liga startet allerdings erst im Januar. Mittlerweilen gehe ich dreimal die Woche mit dem Baseballteam in den Kraftraum. Die Baseball Saison startet erst im März. Mit dem trainieren starten sie allerdings schon früher und ich möchte einen typisch amerikanischen Sport ausprobieren. Die meisten starten hier mit Kraftraining schon mit 14 Jahren. Ich muss hier wohl mehr mit Ausdauer als mit Kraft punkten, denke ich mir. Leider macht mir der Coach klar, dass, wenn ich noch nie einen Baseballschläger geschwungen habe, ich keine Chance habe um ins Team zu kommen. Die meisten spielen Baseball schon seit mehr als zehn Jahren. So höre ich nach  Weihnachten auf mit Baseballtraining.

Im Januar an einem Dienstag ist es dann endlich soweit. Das erste Training mit der Kirchen-Mannschaft. In der Halle stelle ich schnell fest, dass ich mit 18 Jahren bei weitem der Jüngste bin. Die meisten Spieler sind zwischen 25-35 oder älter. Unter all den Afro Amerikanern, die im Durchschnitt wohl 1.95 m gross sind und wohl mehr als 95 kg auf die Wage bringen, fühle ich mich sehr Schweizerisch in diesem Sport. Trotzdem halte ich ziemlich mit und ich bin wohl einer der Besseren, obwohl ich seit ca. einem Jahr nie mehr richtig spielen konnte. Es ist nicht immer alles so wie es von Anfang an scheint, stelle ich, klever wie ich bin, fest. Leider stelle ich auch fest, dass jeder schon in einem Team ist und ich der einzige Teamsuchende bin. Es scheint niemand braucht einen kleinen Schweizer als Verstärkung. Und so gebe ich nach vier Wochen auf.

Nach dieser eher grösseren Entäuschung entscheide ich mich im Februar und März an die Tryouts von Tennis und Volleyball zu gehen. Da ich mir in dieses zwei Sportarten  die grössten Chance ausrechne. So fülle ich ein Formular nach dem anderen aus. Drei Papiere für beide Sportarten und ich muss zum Arzt gehen, wo ich zuerst wieder 4 Formulare ausfüllen muss, um nur eine kleine Untersuchen –  ob alles mit mir in Ordnung ist – zu bekommen, in Fakt eine Unterschrift. Alles stolz ausgefüllt muss ich natürlich auch noch ein fünf seitiges spezial Formular für Austauschschüler, die Sport machen wollen, ausfüllen. Einen Tag vor den Tennis Tryouts wird mir mitgeteilt, dass ich es nur in einer  Sportart versuchen kann. Nach einem kurzen „freaking-out“ entscheide ich mich für Volleyball, da ich dort mehr Leute kenne und ich mehr ein Teamsportler bin. Am 10. März ist der Tag der Wahrheit gekommen und ich gehe in das Volleyballtraining um dem Coach zu zeigen, was ich kann. Schnell stelle ich fest, dass es auch hier schwer werden wird, da ich keine Volleyballgrundlage habe und auch hier die meisten schon Jahrzehnte Volleyball spielen. Trotzdem geht der erste Tag sehr gut über die Runde. Der Trainer teilt uns mit, dass wir es ihm sehr schwer machen würden und dass er noch nicht wisse, wen er ins Team nehmen wird. Am Mittwoch ist der zweite Tag der Tryouts und ich gebe alles. Ich denke, ich bin ca. im unteren Mittelfeld der Gruppe, deshalb wird es wohl sehr sehr knapp werden. Am Ende des Trainings kommt der Coach zu mir und teilt mir mit, er wünschte ich seie ein Junior, denn dann würde ich noch ein weiteres Jahr bleiben und er könnte mit mir zwei Jahre arbeiten. Leider gehe ich im Sommer wieder heim und so sagt er, kann er nicht in mich investieren. Ich frage ihn, ob ich nicht im JV-Team spielen könnte, da ich ein Austauschschüler bin. Das JV-Team ist so wie eine zweite Manschaft und ist eigentlich für 11 und 10 Klässer gemacht, die es noch nicht ins erste Team schaffen. Wie sich am nächsten Tag heraus stellt, ist es nicht erlaubt als Senior (12 Klasse) in diesem Team mit zu spielen und so endet auch die letzte Hoffnung.

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Später erfahre ich, dass ich nicht der einzige Austauschschüler bin, der keine Chance bekommt, in einem Sport mit zu machen. Ausser ins Schwimmteam hat es niemand in ein Team geschafft. Dies zeigt einerseits wie hoch das Level ist, anderseits wie hier die Leistung und welchen Tabellenrang man hat, die grösste Rolle spielt. Ich bin mir da nicht so sicher ob dies der Grundsatz im Sport sein sollte. Ich habe das Gefühl, dass jemand alle Türen zu Sport geschlossen hat und ich wohl irgendetwas anderes machen sollte. Da die Volleyball Tryouts so spät waren kann ich auch nicht für Leichathletik oder ein anderer Sport ausprobieren. So muss ich wohl weiterhin einfach um meine Nachbarschaft joggen.

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich mal einen Artikel gelesen habe, in dem besagt wird, dass man E-mails, Blog-Beiträge, sms etc. sehr viel pessimistischer wahrnimmt als wenn es von Auge zu Auge erzählt wird (Danke Sr. Ursula-D), deshalb es ist nicht ganz so tragisch wie es tönt. Aber enttäuscht bin ich trotzdem. Glücklicherweise habe ich aus irgend einem Grund etwas ausprobiert, was ich in der Schweiz wohl nicht machen würde. Ich ging zu dem Tryouts eines Tanzteams und hatte Erfolg. So kommt es, dass ich wenigsten an einem Ort Erfolg hatte und jetzt in der Hiphop Tanzgruppe der Willow Creek Church bin. Wer jetzt laut lacht, sollte besser schnell aufhören!

Mar 6, 2009 - everyday life, Fun    16 Comments

Deutscherfahrung!

Früher habe ich noch herzlich darüber gelacht, wenn jemand zu mir im vollen russischem Akzent gesagt hat: „Deutsch Sprache, schwere Sprache“. Das Lachen über diesen Witz ist mir schon seit längerem vergangen. Seit Monique, die Austauschschülerin, die aus Berlin für ein halbes Jahr hier war, nach Hause gegangen ist, sind meine Deutschfähigkeiten in den Keller gefallen. Normalerweise wenn ich einen Beitrag schreibe, habe ich leo.org offen. Leo.org ist eine Übersetzungs-Internetseite. Von Deutsch, über English, Französisch bis hin zu Chinesisch. Am Anfang meines Austauschjahrs dachte ich, ich müsste diese Seite nach einem halben Jahr längst nicht mehr nützen. Getäuscht habe ich mich und wie! Jetzt schaue ich, wann immer ich mit Freunden, Familie aus der Schweiz, Deutschland ein e-mail schreibe, hinein. Ich muss Wörter von Englisch auf DEUTSCH nachschauen. Also nicht von Deutsch nach Englisch. Nein von Englisch auf Deutsch. Normalerweise träume ich in Englisch, manchmal kommt Deutsch (Schweizerdeutsch) dazu. Dies ist der Moment, in dem es ganz komisch wird. Seit ich in Englisch träume, kann ich mich auch erinnern, was ich geträumt hab. Vor ca. einer Woche habe ich zum Beispiel von meiner Hochzeit geträumt.two brides?Alles war perfekt angerichtet und als meine zukünftige Frau einlief, war sie nicht allein. Es folgte sogleich eine zweite. Genau, ich träume also, dass ich zwei Frauen heirate. Natürlich war eine aus der Schweiz und die andere aus Amerika. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, wer es genau war, und auch wenn ich könnte, würde ich es hier nicht schreiben, so viel Schweizer bin ich noch. Als ich dann mit beiden Bräuten vor dem Alter stand, hat der Pastor schön den Part mit der Amerikanerin auf Englisch und den Part mit der Schweizerin auf (Schweizer)deutsch aufgesagt. Als es dann zum Finale kam, oder besser gesagt, dem Schluss und ich traditionell die Braut küssen sollte, konnte ich mich nicht entscheiden, welche zuerst. Ich wachte in schweissgebadet auf. Ironischerweise war dieser Traum eine Woche vor einem Ball, in dem ich mich entscheiden musste, welcher Anfrage ich zusagen sollte (mehr dazu später).


Am schlimmsten ist es immer noch, wenn mich jemand plötzlich aus dem nichts heraus anruft und ich völlig unvorbereitet auf Schweizerdeutsch antworten sollte. Nicht, dass ich keine Schweizer Anrufe entgegen nehmen möchte, ich freue mich über diese, allerdings bin ich meistens so überrascht, dass das Gegenüber Schweizerdeutsch spricht und ich jetzt nicht Englisch sprechen muss, dass meine Sätze so klingen, als käme ich aus der ersten Deutschstunde. Je länger es dauert, um so mehr muss ich kämpfen. Wie sagt man dies schon wieder auf Schweizerdeutsch, existiert dies überhaupt in einer Form auf Deutsch. Das Verstehen macht mir weniger Mühe, das Reden ist das grosse Problem. In der Fremd High School hat es einige Schüler, die Deutsch als eine Art Schwerpunktfach haben und deshalb immer motiviert sind, mit mir Deutsch zu sprechen. 

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Meistens Antworte ich ihnen auf Englisch. Nicht weil ich kein Deutsch sprechen möchte, sondern weil ich einfach nicht anders kann. Es kommt ganz automatisch auf Englisch. Ich muss den Schalter immer zu erst auf Deutsch umschalten.

Man stelle sich nun Französisch vor, welches ich meiner Meinung einigermassen beherschte. Für einen kleinen Smalltalk hatte es auf jeden Fall immer gereicht. Allerdings habe ich Französisch-Deutsch und Deutsch-Französisch gelernt. Ein riesiges Durcheinander. Auch hier: verstehen ist kein Problem, allerdings das Antworten. Auch wenn ich auf Französisch antworten will und mir die Antwort im Kopf schon schön parat gelegt habe. Es kommt auf Englisch raus oder einem Gemisch z.B. „Je go to école.“ Oder „Oui c’est true“. Ich hoffe nur, dass ich bis Ende Sommer nicht alles vergessen habe, was ich innerhalb von ca. acht Jahren hart erlernt habe. Französisch war nie eine Sprache, die mir einfach gefallen ist. Ich bin eben eher der Mathematiker, leider kein Sprachgenie.


Ich fühle mich sehr zwischen zwei Sprachen gefangen. Einerseits fehlen mir manchmal die cool englischen Wörter mir vier Silben, und ein Akzent ist wohl immer noch ausfindig zu machen, aber andererseits ist Deutsch überhaupt nicht mehr fliessend. Vorallem Reden. Falls ich also immer wie mehr Rechtschreibefehler mache und meine Satzstellung gerade zum davon laufen ist, bitte ich um volles Verständnis und hoffe ihr liest meinen Blog trotz allem weiter.

verb?

Feb 28, 2009 - everyday life    No Comments

Game Day!

 

 

United Center Inside

United Center Inside

Takka (Kollege mit dem ich das Fach Photographie 2 besuche) und ich sitzen im Zug. Nachdem mich Takka in „Guitare hero“ ziemlich unter den Tisch gespielt hat, bin ich ein bisschen bedrückt. Allerdings ist es okay, denn Takka spielt nebst „Guitare Hero“ auch richtige Gitarre, was wohl Sinn macht. Wieso sollte man auch stundenlang eine unechte Guitare spielen? Guitare HeroGuitare hero ist wohl eins der Spiele, das einem zwar Spass macht, allerdings auch nur einiges fauler und unwillig, um eine echte Gitarre in die Finger zu nehmen. Anyway! Wir haben danach noch ein Schild für das Spiel geschrieben (Schild musste ich auf Leo.org von Englisch nach Deutsch übersetzen, verliere ich mein Deutsch?). Auf dem Schild steht „Yes we can, 3-point game! It’s Time for a change (Ja wir können drei Punkte Spiele. Es ist Zeit für eine Veränderung). Was sich natürlich auf Obama bezieht, der ja von Chicago ist, aber das wusstet ihr natürlich. Nach der Zugfahrt geht es via öffentlichen Bus wieter, ja die gibt es in Amerika auch. Meistens sieht man einen oder zwei im Monat, die dann zum „United Center“ oder anders gesagt zum Bulls Stadion fahren.

Wir spüren beide, dass wir nicht mehr weit von einem grossen Moment in unserem Leben entfernt sind. Wir sehen die Michael Jordan Statue und machen Photos davor. Endlich geht es ins Stadion. Micheal Jordan Statue Mit minimalen Security-Kontrollen geht kommen wir rein. Ich werde nicht mal nach Schweizer Sackmesser, Schusswaffe oder Bombe untersucht. Was für eine Ironie. Als ersten kommt es mir vor, als seien wir in einem Einkaufszentrum gelandet. Essenstände, Fanshop und Rolltreppen sind zu ersichten. Allerdings wechselt diesen Gefühl recht schnell und wir finden unsere Plätze relativ schnell. Wir sitzen ziemlich weit oben, und wer unter starker Höhenangst leidet, sollte woll lieber ein Ticket im unteren Bereich kaufen. Wir treffen andere AFS-Austauschschüler, die in der Chicago Rush Hour ca. 2 Stunden herum gedümpelt sind. Stolz präsentiere ich mein Chicago Bulls Einwerf-Shirt, welches ich vor zwei Wochen im Internet bestellt habe. Es dauerte nur zwei Tage. Ich wünschte, in der Schweiz wäre dies das selbe. Musste mal über vier Wochen auf Basketballhosen warten. Einige von euch kennen den Video „Space Jam“ mit Michael Jordan. national hymn Genaus wie in diesem Film wurden die Spieler der Chicago Bulls vorgestellt. Ganzes Stadion ist dunkel, rote Laser tanzen durch das Dunkel und eine tiefe laute Stimme sagt die Spieler an. Durch einen Gang von Cheerleaders laufen sie jeweils einzeln von einem Scheinwerfer beleuchtet ein. Die Nationalhymne der USA wird im selbem Stil gesungen. Traditionell halten drei Männer der Armee eine amerikanische Flagge, in der Mitte ist das Maskottchen der Bulls, Benny, mit einer Chicago Bulls Flagge, passt nicht wirklich zur Hymne, aber schliesslich sind wir ja an einem Bulls Spiel. Nun ist es auch klar, dass Thabo Sefolosha schon längst in Oklohma ist, und wir ihn nicht zu sehen bekommen. Auch sind alle andere Spieler, die in den letzten zwei Tagen verkauft oder getauscht worden sind, nicht anwesend. So kommt es, dass die Bulls mit nur acht Spieler auftreten und da einer nur eine Minute spielen wird, eigentlich nur mit Sieben. Die Chancen auf einen Sieg gegen die Nuggets, die mit Chauncey Billups einen All Star im Team haben, sind nicht gerade hoch. Dementsprechend sind die Bulls auch ziemlich schnell in Rückstand Cowboy Monkeyund so kommt es, dass die Bulls nun nach dem ersten der vier Viertel mit 21-31 im Rückstand liegen. In der Halbzeit sehen wir nebst einem Hund, der von einem, man höre und staune, Cowboy Affchen geritten wird, Cheerleaders (Lover Bulls) und eine Gruppe mit Übergewichtigen performen. Letzteres finde ich eine gute Idee finde, sie können dann auch ziemlich gut tanzen.

 

Takka, AFSler und ich starten mit ein bisschen mehr Support und cheeren für die Bulls loud out. Nun dreht sich das Spiel und in nach dem zweiten viertel liegen sie voraus. Hoffnung steigt!

 

Flying Benny

 

 

Die Halbzeitshow ist mit einem Sing Contest gestallten, bei dem eine Frau $ 1’000 Dollar gewinnt. Danach gibt es eine kurze Dunking Show mit Trampolin. Sogar Benny, der Stier, wagt sich einen Ball in den Ring zu smashen. Es werden Saltos und andere akrobatische Kunststücke via Trampolin und dann Dunks vorgeführt. Auf dem grossen Screen der in der Mitte gross von der Dicke herunter hängt, werden alle Gruppennamen gezeigt, welche anwesend sind, auch wir erscheinen kurz auf dem Screen mit Namen. Wir hätten es sogar als Person auf den Screen geschafft, doch leider endete die „Zeig den Schild Tour“ kurz bevor sie bis zu uns kam. In der zweiten Halbzeit kommen Takka und ich einiges mehr dazu, unseren Schild hoch zu heben. Ben Gorden wirft einen Drei Punkte Wurf nach dem anderen. Die Stimmung wird immer wie besser. Wir stehen jetzt die meiste Zeit des Spieles. Nur eine Person, die hinter mir sitzt, findet dass ganze nicht so lustig und bittet mich hinzusitzen. Ich entschuldige mich hiermit hoch offiziell bei dieser Person, welche durch einen lauten Schweizer Bulls Fan beim geniessen eines Spiels gestört wurde. Genug der Ironie, den die Bulls gewinnen schlussendlich das Spiel.

 

 

Takka and me with Sign

 

 

 

 

Mit dem Bus geht es schliesslich zurück zum Bahnhof. Im Bus hat es einige mehr oder weniger amüsante, wohl betrunkene, Bullsfan, die mich und Takka ablenken. Als ich dann noch versuche mein Französisch mit zwei Franzosen, welche wir gerade eben getroffen haben, aufzubessern und mit ihnen in ein längeres Gespräch komme, verpassen wir, rechtzeitig auszusteigen. Wir sind so ziemlich am falschen Ort gelandet. Ich war zwar schon mehr als fünfzehn mal in Chicago, aber von hier zum Bahnhof musste ich noch nie. Wir versuchen es zuerst auf eigene Faust. Dank meiner guten Orientierung laufen wir genau in die entgegen gesetzte Richtung. Wir fragen drei Damen, die in Richtung eines Bahnhofs laufen. Wir folgen ihnen. Doch am Ziel angekommen stellen wir fest, dass dies der falsche Bahnhof ist, ja Chicago hat mehr als ein Bahnhof. Nun fragen wir jemanden, der bei der Bahn arbeitet und er kann uns genau sagen, wo wir lang laufen müssen. Wir müssen ca. 30 Minuten laufen. Unterwegs treffen wir andere verirrte Leute an, die nach dem Weg fragen. Es fühlt sich einfach gut an, nicht alleine zu sein. Endlich finden wir den rechten Bahnhof mit dem richtigen Zug und fahren sicher und zufrieden nach einem Basketballspiel, das ich so schnell nicht vergessen werde, nach Hause.