Feb 20, 2009 - Sport, Trips    1 Comment

Bulls Against Nuggets

Entlich ist es soweit! Ich komme zu meinem ersten NBA-Game. Heute abend werde ich mit einem Kollegen (Takka) aus der High School und den anderen AFS-Austauschschülern an ein Chicago Bulls Game gehen. Leider hat Chicago erst gestern den Spieler aus der Schweiz, Thabo Sefolosha, nach Oklahoma verkauft. Vermutlich wird er heute abend also nicht spielen. Trotzdem freue ich mich total auf mein erstes NBA-Spiel! Die Bulls spielen heute gegen die Denver Nuggets die zur Zeit mit 37-17 Spielen auf dem zweiten Platz der Western Conference sind. Es wird also schwer werden für die Bulls die im Moment 24 Siege und 30 Niederlagen aufweisen. Ich hoffe für das beste! So oder so wird es ein unvergesslicher Trip nach DownTown Chicago werden. 

 

Yeah Bulls Game!

Feb 20, 2009 - Fun, Trips    5 Comments

Zwei Meilen vor dem Ziel!


Iowa

 

 

Seit 4 Stunden sind wir unterwegs. Us-Mum und ich. Wir sind beide müde und haben genug vom Autofahren. Unser GPS hat uns ein bisschen in die Irre geführt. Deshalb haben wir uns kurz via Handy eine Wegbeschreibung geben lasen. Jetzt sind wir schon fast da. Nur eine Strasse trennt uns von dem Ziel. Und auch das GPS namens Garmin weißt uns durch diese Strasse. Allerdings ist mitten auf der Strasse ein umgekipptes Schild. Da wir aber Spuren im Schnee sehen, denken wir, dies wird schon gehen und fahren in die Strasse die immer wieder mal  mit einer Art Schneebank bedeckt ist. Die Erste bewältigen wir ohne Problem. Auch die Zweite geht ziemlich flott. Die Dritte ist ein bisschen härter zu bewältigen. Und die Vierte noch härter. Jetzt sind wir schon sicher 1 Meile  von unserem letzten Abzweiger entfernt. Das heisst, jetzt gibt es kein zurück mehr. Der Schnee wird immer  mehr. Der rote Honda scheint allerdings alles zu bewältigen. Und trotzdem geschieht es. Was du schon längst erwartet hast passiert: wir fahren in die nächste Schneebank. Wir geben voll Gas, wir verlieren langsam die Kontrolle über den Wagen und es fühlt sich mehr wie Skifahren an. Ca. zwei Meter vor dem Schluss stecken wir fest. Alles stossen von meiner Seite nützt nichts. Der Rote Honda scheint festzustecken. Wir probieren mit einer Notschaufel (Das Ding mit dem man das Eis von der Windschutzscheibe kratz) unser Automobil auszugraben. Ohne einen kleinen Erfolg. Wir rufen schliesslich Lantz an, die Farmer Familie zu der wir gehen.

Stock in the snow!

Sie kommen mit einem weissen, grossen Chevy und zwei Schaufeln. Ja, diesemal richtig grossen Schaufeln. So wie es sich ein Kind nur träumen lässt. Wir schaufeln den Weg frei. Der kleine Rote (unser Auto) bewegt sich auch mit Hilfe von drei Personen kein bisschen. Brain Lantz entscheidet sich, mit seinem Auto in die Schneebank zu fahren. Vorsichtig und geübt macht er das. Kurz vor Schluss steckt auch er fest. Nun sind es also zwei Autos, die fest stecken. Gut, wir waren schon fast am Ziel und jetzt stecken Autos fest. Die Gemüter der Mitanwesenden verschlechtern sich, nur ich kann mein Lachen fast nicht unterdrücken. Schliesslich schaffen wir es, das weisse Auto wieder fahrbar zu machen und können nun auch unser Auto aus der Schneebank entfernen.

me trying to shovel.

Nach einem kleinen Missverständnis dreht Linda (Host-mum) den Car. Sie dachte, wir würden zurück fahren. Allerdings möchte Brain mit seinem grossen Auto voraus fahren, um als eine Art Pflug zu figurieren. Wir drehen noch einmal um. Plötzlich sitz Mum ca. einen Meter tiefer als ich. Ich kann mein Lachen kaum mehr verdrücken. Wir sind neben die Strasse gekommen und die Hälfte des Autos steckt im Strassengraben. Wir sind immer noch kurz vor dem Ziel. Ich steige aus und kann mir das Lachen wirk lichkaum mehr zurück halten. Zum Glück sieht es Brain jetzt auch mit Humor. (Ein bisschen später erfahren wir, dass ihm ein ähnliches Manöver vor zwei Wochen ebenfalls Misslungen ist.) Noch einmal ziehen wir unseren Honda mit Hilfe des weissen amerikanischen Auto aus dem Schnee. Ein bisschen spektakulärer als das letzte Mal. Ich dachte für einen Moment, dass unser Auto umkippen würde. Allerdings schafften wir es irgendwie raus aus dem Graben. Und ich bin froh das ich nicht im Auto gesessen haben und nur ein paar Foto’s der ganzen Aktion gemacht habe…

 

second stock!
 

 

pulling out!
 

Endlich geht es zur Farm –  ohne einen weiteren Unterbruch. Alle scheinen ein bisschen geschlaucht zu sein. Ich denke nur, wie amüsant solche Situationen das Leben doch machen! 

 

Feb 20, 2009 - Trips    No Comments

American Farm

Hast du dich schon einmal gefragt, wieso ein Auto ein Steuerrad hat? Ich frage mich dies seit ca. 45 Minuten. So lange fahren wir wahrscheinlich schon gerade aus. Keine einzige kleine Kurve weit und breit. Flach ist es hier, sehr flach und all paar Meilen sieht man eine Farm (Bauernhof). Ich bin mit meiner US-Mum auf den Weg Izzy (unsere Hund) abzuholen. Wir haben Izzy, als wir nach Texas flogen, auf einer Farm von Freunden in Iowa abgeladen. Es ist Samstag und wir sind auf im zweiten Teil von der Fahrt. Wir sind gestern Freitag abgefahren und haben Kristy (Familien-Freundin) bei ihrem College, welches auf dem Weg liegt, besucht. Die Nacht haben wir in einem Hotel verbracht, das sogar einen Indoor Pool hatte. Natürlich habe ich mir die Chance nicht nehmen lassen und bin, nach dem wir in einem Einkaufszentrum zuerst Sports-/Badehosen gekauft haben, um Mitternacht in den Pool gesprungen. Natürlich  hatte der Hotelraum wieder ein  Bügeleisen.

Garmin (unser GPS) führt uns ca. 5 Meilen vor Schluss an einen falschen Ort. Wir nahmen Kontakt mir den Lantz’s auf, die uns den Weg beschieiben. Dummerweise folgten wir 2 Meilen vor Schluss wieder der lieben Garmin, was ein grossen Fehler war. Wir steckten ca. 2 Stunden im Schnee fest. (Einen extra Beitrag findet man hier!).

 

Iowa live!

 

Endlich in der Farm angekommen, gibt es Suppe, die mir ausgezeichnet schmeck. Die Farm ist ein bisschen kleiner, als ich mir es vorgestellt hab. Dies liegt wohl daran, dass die Farm mehr ein Hobby nebst dem Lehrerberuf für die Familie Lantz ist. Izzy freut sich sichtlich über unsere Ankunft. Sie scheint ein bisschen abgenommen zu haben, was sehr gut ist. Sie hatte ein bisschen Übergewicht. Issy, Mika (11 Jahre, jüngster Sohn der Lantz) und Mum zeigen mir die Farm. Ueberall hat es Katzen ,sicher ca. 15 Katzen sind hier auf der

cat

 Farm. Stolz präsentiert uns Mika sein Kuh, die sich nebst zwei anderen in einem Stall befindet. Dazu kommen zwei Schweine. Draussen findet sich auch noch ein weisses Pferd. Fragt mich jetzt nicht, welche Art dieses sein könnte, ich hätte keine Ahnung.  Der Höhepunkt kommt zum Schluss. Ein Dutzend junger Schweinchen bekommen wir zu sehen. In einem anderen Stall sind sie untergebracht. Sie sehen einfach härzig aus und der Gedanke, dass sie später mal in meinem Bauch landen werden, machen sie um so herziger.

 

pic

 

 

Am Abendgeht es nach einer einstündigen Fahrt zu einem High School Frauen Basketballspiel. Brenna Lentz spielt. Die Schule ist einiges kleiner als meine High School. Vermutlich nicht mehr als 200 Schüler. Dementsprechend ist auch das Cheerleader Team mit 5 Mitgliedern und die Band mit ca. 10 Mitgliedern ein bisschen beschränkt. Wir sind wohl die lautesten Zuschauern und vermutlich fragen sich einige der Zuschauer, wer ich bin. Ich möchte nicht sagen Dank uns, aber wir waren sicher Teil davon, gewinnt Brennas Team. Glücklich geht es in ein Restaurant essen. Brenna überrascht mich, als sie  denselben Burger bestellt wie ich. Und ich bestelle nicht irgend einen Burger, ich bestelle den „Family Table Ultimate Burger“. Was vermutlich der grösste Burger weit und breit in dieser Region ist. Scheinbar esse sie unglaublich viel und nehme dabei nicht zu. Kommt mir doch bekannt vor. Wir geniessen unser Essen und ich bin wie gewöhnlich der Letzte der sein Mahl beendet. Eine Stunde Autofahrt geht es zurück zur Farm. Zu Hause angekommen, treffen wir Susan (Host-sister) an. Sie ist in der Zwischenzeit auch angekommen. Ich entschliesse mich, nochmals auf dem nicht ganz vollständigen Schlagzeug (Bassdrum pedal, High-hat und Ride fehlen) zu jamen. Brain Lentz gestellt sich mit seiner Gitarre dazu und schlussendlich spielt Brenna das Klavier. Obwohl alles nicht gerade gestimmt ist, bringen wir einen ordentlich Sound hin, in unserer kleinen spontanen Jamsession. Nach dem musikalischen Part geht es über zum Tisch. Die Lantz haben ein neues Spiel bekommen, dass wir jetzt spielen dürfen. Im Grunde genommen ist es ein sehr einfaches Spiel. Man würfelt und bekommt dem entsprechend eine Karte, auf der steht, was man tun muss. So kommt es, dass ich während dem ganzen Spiel auf meiner linken Hand sitzen muss, oder dass alle das Wort „Izzle“ nach jedem Satz sagen müssen. Das zweite gefällt mir besonders. Auch einen Kindergartentanz der mit einer Teekanne zu tun hat, lerne ich an diesem Abend. Schlussentlich lerne ich noch Sara, eine Austauschschülerin von Belgien, kennen. Und schliesslich geht es spät nach Mitternacht ins Bett.

jam session

Der Duft von Speck, Rührerei, Swedischen Pancakes, Toast und Orangensaft (nein Orangensaft nicht wirklich) weckt mich auf. Wir haben ein ausgedehntes Frühstück. Zeit scheint hier irgendwie wie keine grosse Rolle zu spielen. Leider geht es nach einer Dusch für Izzy auf die Heimreise. Immerhin haben wir immer noch die Beachparty Musik CD, welche die Fahrt einiges kürzer macht. Vorallem der Song „Wipe out“ und „Surfin’ Bird“ heitern die Stimmung unglaublich auf. Und so sitze ich im Auto ca. 15 Stunden dieses Weekend. Nur um den Hund abzuholen. Würde ein Europärer so einen Trip für eine Uebernachtung unternehmen? Vermutlich nicht. Willkommen in Amerika, dem Land, in dem man mehr als 20 Stunden Auto fahren kann, und immer noch im selben Land ist.