Aug 19, 2008 - everyday life, Fun    No Comments

Nie wieder McDonalds!

Erster Einkauf

Da mein Adapter nicht mit meinem Laptop kompatibel ist, gehe ich heute mit Kathryn (älteste Gastschwester) und Kirsty in den Appleshop. Wir fahren ca. 15min bis wir dort sind. Unterwegs sehe ich ein zugähnliches Auto oder wohl eher Bus. Ich frage Kathryn was, dies für ein komischer Bus sei, der einem Wildwestzug ähnelt. Sie antwortet mir in Deutsch, denn sie war ein Jahr in Deutschland, dass dies der Bus ist der eine Tour durch die vielen Shopping Mals macht. Nach einem kurzen umschauen, merke ich, ich bin in einem in einer riesigen Shoppingmal „Gegend“ gelandet. Links von mir die grösste IKEA-Filiale der Welt, ich denke ca. so gross wie unser Kanton Basel-Stadt, auf jeden Fall riesig, und rechts von mir sind dutzende andere riesige Shoppingcenters. Immer wie mehr wird mir bewusst wie klein die Schweiz eigentlich ist.

Dann erreichen wir unsere Ziel. Eine riesige Shoppingmal. Zuerst sehe ich nur die Aufschrift Penny’s und denke wo denn wohl der Appleshop sei. Als wir dann rein gehen merke ich das Penny’s nur eins der über 350 Geschäfte ist die in diesem Center sind. Als kleiner Klammer Bemerkung, Penny’s hat etwa die doppelte grösse eines Manors… Nach einem längeren Spaziergang durch dieses unglaublich grosses Zentrum kommen wir tatsächlich noch zum Appleshop. Ich besorge mir was ich gebraucht habe und danach spendiert mir Kathryn Etwas bei Starbucks. Zurück in Penny’s besorge ich mir noch drei T-Shirts, für den Preis von 30 U.S. Dollar. Ich kann mich kaum mehr halten, denn diese Art von T-Shirts würde bei uns in der Schweiz mind. Fr. 35.-, wenn nicht noch mehr pro Stück kosten. Ich werde wohl mehr als einen Koffer mit nach Hause bringen.

Auf der Heimfahrt entdecke ich wieder Etwas, dass mir sehr fremd erscheint. Ich sehe ein Friedhof. Ich sehe die vielen alte Leuten und plötzlich ein Auto. Und nicht nur eins sondern eins nach dem anderem. Auf dem Friedhof, Autos? Tatsächlich sind die Amerikaner scheinbar so Autofreundlich, dass sie sich nicht einmal vor dem Friedhof kurz von ihnen verabschieden können. Zu dem ist der Friedhof wieder um einiges grösser, als ich mir einen grossen Friedhof vorgestellt habe.

Am Abend geht die ganze Family in einem Fastfoodrestaurant essen. Die Burgen sind natürlich grösser und schmecken zu dem auch 10 mal besser als gewohnt. Ich sage, dass ich nie wieder in einen MC Donalds gehen werde.

Am nächsten Tag gehen Kathryn, Linda und ich in die Schule um den Stundenplan durchzugehen. Die Schule ist rieseig! 3000 Schüler werden hier täglich ein- und ausgehen. Das Gebäude hat zwei Stockwerke, mit weiss was ich wie vielen Schulzimmern. Die Gänge sehen alle gleich aus! Wirklich! Ich hab keine Ahnung wie ich hier immer meine Schulzimmer finden werde. Zum Glück zeigt mir Kathryn wo meine Stunden stattfinden werden, so habe ich zu mindest eine kleine Ahnung wo ich hingehen muss. Mein Schliessfach zeigt sie mir ebenfalls noch und ich bekomme eine weiter Lektion, wie ich es aufbringen könnte. In diesem Moment denke ich, dass ich es jetzt im Griff habe. Leider war dem nicht so…

Aug 18, 2008 - everyday life, Fun    1 Comment

Kino, Shoppingmal, Flughafen

Schild vor der Einfahrt zur Willow Creek Church in South Barrington

Dieses Mal kann ich nicht solange Schlafen. Aber ich könnte glaub auch nicht viel mehr. Es waren wieder ca. zehn Stunden. Heute gehe ich das erste Mal in die Kirche auf amerikanischen Boden. Ich freue mich total! Die ganze Family ist mit von Partie, natürlich mit dem Auto unterwegs. Nach einer kurzen Fahrt von ca. einer Viertelstunde biegen wir ab. Ich sehe ein Schild mit einer grossen Aufschrift „Willow Creek Church!“. Es sind eine ganze Reihe Autos vor uns und ich habe das Gefühl wir würden an eine Footballmatch gehen. So viele Parkplätze so viele Leute, dass kann doch gar nicht Kirche sein! Nun sehe das Gebäude zum ersten Mal. Ich hab keine Worte dafür, dies ist unglaublich! Die grösse eines Stadiums, mit den Büros und sonstigen Räumen herum noch grösser! Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus! Als wir dann mit den anderen Footballsfans, öhm Kirchgänger ins Stadium oder eher Kirche hineingehen, ändert sich an meinem Gesichtsausdruck nichts! Mund offen! Jetzt bin ich mir sicher nicht in einem Stadium zu sein, ich sehe Rolltreppen und eine Wasserfall von der oberen Etage herunter plätschern. Nun ist klar wir sind in einer Shoppingmal (Einkaufszentrum) gelandet. Ich frage kurz ob wir uns verfahren haben. Dem ist natürlich nicht so. Weiter geht’s in den eigentlichen Saal, wo der Gottesdienst stattfinden wird. Dieses Mal bin ich mir fast sicher, es muss ein riesiges Kino sein, denn die Sitze sind wie im Kino und auch die Anordnung ähnelt einem Kino. Ich versuche zu zählen. Linda schaut mich an und sagt 7000! Ein bisschen gross für ein Kino. Tatsächlich bin ich in einer Kirche gelandet. Wie kann es möglich sein, dass 7000 Leute in eine Kirche gehen. Ich meine bei uns sind 300 schon ein riesiger Erfolg. Wow, einfach unglaublich!

Der Gottesdienst beginnt mit einem Videotimer, der zwei Minuten runter zählt, moderiert wie im Fernseher. Und dann geht es los, eine grosse Band von ca. 18 Leuten beginnen zu spielen. Total moderner Musik ähnlich wie im ICF-Basel, aber trotzdem anders. Eine nette begrüssen von Bill Hybels und noch mehr Worship Musik vervollständigen den Anfang. Weiter geht es mit einem Theater, nicht wie man meinen könnte mit einem wenig unprofessionellem Schauspiel, sonder wirklich auf einem professionellen Niveau, wie ich meine. Danach Predigt ein Gastprediger, leider verstehe ich nicht nur etwa die Hälfte von dem was er sagt, er hat ein unglaublich grossen Akzent. Trotzdem langweile ich mich kein bisschen. Nach der Predigt spielt die Band nochmals einen Song und Bill verabschiedet uns. Allem in allem ca. 1,5 h Gottesdienst oder wie sie es hier nennen „Service“.

Ich werde gefragt ob ich noch für den zweiten „Service“ bleiben möchte, der extra für junge Leute zwischen 13 bis ca. 20 ist. Ich bejahe. Bis es so weit ist führt mich Sarah noch in der ein bisschen herum. Als ich die vielen Essenstände, Coffeshop, Büros noch mehr Säle, und sogar einen Shop sehe, überkommt mich das Gefühl in einem Flughafen gelandet zu sein. Ich übertreibe keines Wegs. Wenn jemand von euch jemals in Chicago ist, egal ob Christ, Atheist, Muslim oder was sonst, diese Kirche müsst ihr besuchen!

Der zweite Gottesdienst findet in einem anderem Saal statt, ich bin nicht sicher wie viele Personen es dieses Mal sind aber es müssen mind. Über 1000 sein.  Der Style ist deutlich am alter der Besucher angepasst. Am Anfang werden alle dazu aufgefordert nicht in ihrer Gruppe zu sitzen, sondern sich zu jemand fremden zu setzten. Wieder fühle ich mich wie in einem Ameisenhaufen, doch immer noch bin ich in dieser Kirche. Ich bleibe in der nähe von Sarah, da wir leider ein bisschen früher gehen müssen. Nun beginnt die Worshipband zu spielen und selbst die Anzeige für den Text der Lieder ist total modern und ähnelt einem Anfang eines Filmes wo die Namen der Schaulspieler etc. eingeblendet werden. Absolut durch „gestylt“! Hier gibt es keine eigentlich Predigt, zwischen je zwei, oder drei Lieder gibt es einen kleinen Input. Dann ist es leider schon so weit, ich und Sarah müssen leider schon gehen. Doch ich weiss, dies bleibt sicher nicht mein letzter Besuch in Willow Creek!

Aug 17, 2008 - everyday life    No Comments

Erste Eindrücke

Silverman

Es ist Mittag und ich bin immer noch, auch nach 14 Stunden,am schlafen oder dösen, wie man’s nimmt. Plötzlich geht meine Zimmertür auf und ich werde mit einem „Hey Dude!“ von meinem U.S-Dad aufgeweckt. So gleich springt Izzy auf mich und weckt mich total. Spätestens jetzt bin ich absolut wach. Nach dem Anziehen gehe ich runter in die Küche und esse das erste Frühstück bei Silvermans, Cereals. Was für den einen oder anderen spektakulär und nach einem typischen amerikanischen Frühstück klingt, ist in Wirklichkeit schlicht und einfach Kellogs, aber natürlich mit amerikanischem Flavour.

Mein erster Shoppentrip steht kurz bevor und ich fahre mit Dan in ein Einkaufszentrum um Esswaren zu kaufen und um herauszufinden was ich gern hab und was nicht. Dan fragt mich, ob ich dieses und jenes Mag. Was nach einem sehr einfach Prozedere klingt, überfordert mich in der Realität ein bisschen. Denn alles sieht anders aus als in der Schweiz und die Englischen Ausdrücke für Lebensmittel die ich in der Schweiz gelernt habe, scheinen nicht viel zu nützen, da die Amerikaner sowieso noch mal alles anders nennen. Ach und die Auswahl. Ich meine, wann hat man schon die Auswahl zwischen Frühstücksflocken in ca. 70 verschiedenen Sorten und die jeweiligen Sorten noch in ca. fünf verschiedene Grössen? Ich entscheide mich für die gut aussehenden classic Kellogs. Das Einkaufszentrum ist riesig und kein vergleich mit einem MMM Migros. Was mir einen bisschen einen Durchblick verhilft in der Auswahl was ich mag, sind die vielen Probemuster. An jedem Gang Ende/Anfang stehen Angestellte mit Probemuster, so wie man es kennt. Aber wie schon gesagt, überall. Wenn ich obdachlos wäre und kein Geld hätte, müsste ich mir immerhin ums Essen keine Sorgen machen. Nachdem wir unseren grossen Einkaufswagen, auch der grösser als die in der Schweiz, gefühlt haben gehen wir noch in einen zweiten Lebensmittelladen der ein bisschen kleiner ist aber immer noch riesig. Wieso weiss nur Dan, er hat denn vollen Durchblick wo was am günstigen und vor allem am Besten ist.

Am Abend kommt Kahtryn nach Hause. Sie ist meine älteste Gastschwester und wir im Dezember heiraten. Wir essen zur Feier des Tages Hühnchen mit Maiskolben, was laut Aussage ein wirklich typischen amerikanisches Nachtessen ist. Als sich das Abendessen zum Ende neigt, sagt Dan spötisch: ,,Siehst du Linda (U.S.-Mum) es ist doch gut das wir zwei Hähnchen gemacht haben! Eins für Raphy und eins für den Rest“ Wie Recht er hat. Ich bekomme wirklich genug Essen und Fleisch!