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Apr 5, 2009 - Trips    3 Comments

Spring Break: Tennessee!

Nach der zweitägigen Fahrt Richtung Süden, sind wir endlich am Ziel angekommen, Cosby, Tennessee, in der Nähe von Gatlingburg. Sarah’s Geburtstag ist morgen Dienstag. Wir feiern allerdings schon heute und so essen wir eins ihrer Lieblingsessen mit vierstöckigem Kuchen als Dessert. Ich schenke ihr ein Schwamm. Ja genau: einen Schwamm, allerdings in Form eines Mikrofons, da sie in der Dusche immer fröhlich vor sich her singt. Zum Schwamm gibt es ein stylisches T-Shirt. Sie scheint Gefallen daran zu haben. Das war’s dann aber auch schon mit Geburtstag feiern. Hat in Amerika wohl nicht so eine grosse Bedeutung wie in meiner Familie. Alle gehen zufrieden ins Bett.

From Chicago to Tennessee

Am nächsten Tag geht es wandern in den „Smoky Mountains“. Obwohl Berge genannt, sind es für Schweizer Standarte wohl eher Hügel. Die Gegend ähnelt sehr dem Jura. Flüsse durchstreifen die nie aufhörende Wälder, die sich über alle Hügel ziehen. Der Grund wieso man es „Smokey Mountains“ nennt, ist simple. Wenn man von weiten auf das „Gebirge“ schaut, sieht es aus, als würden die Erhebungen dampfen. Man hat das Gefühl, es würde immer Nebel in den Tälern liegen. Die erste Wanderung führt zu einem Wasserfall. Es sieht wirklich sehr wie im Jura aus, nur das die Gewächse anders sind. Büsche mit grossen Blättern und irgendwelche komischen Bäume, die ich wohl vorher noch nie gesehen habe. Nach 2,2 Meilen Wandern, erreichen wir auch schon den Wasserfall, der sich von der schönsten Seite zeigt, speziell wenn sich die Sonne darin spiegelt. Wir sind wohl nicht die einzigen, die diesen Platz für schön halten, denn über ein dutzend andere Leute sind auch dort. So essen wir die mit gebrachten Sandwiches. Ich bin da ja nicht ein grosser Fan, aber man gewöhnt sich daran. Ein richtiges Mahl ist mir aber bei weitem lieber…

Zurück von der Wanderung gehen Diane (Schwester meiner Host-Mum), US-Mum und ich in den Wallmarkt, ein riesiges Einkaufszentrum in dem man alles zu sehr tiefen Preisen einkaufen kann. „Tante“ Diane kauft mir in einem anderen Laden einen Farmer/Cowboy Hut. From Chicago to TennesseeSogleich gibt es ein kleines Photoshooting mit Gewehr und Truck. Anschliessend schiessen Brad (Host-Cousin) und ich mit diesem Luftgewehr auf leere Cola Büchsen. Zum Abendessen gibt es Spaghetti mit „Meatballs“. Meatballs sind Fleischballen, die mit der Sauce kommen. Tönt gut und ist auch gut und es passt zur amerikanischen Art, dass bei jeder Mahlzeit Fleisch dazu gehört. Dies sollte man unbedingt in der Schweiz einführen  (und genügend,  dass man mehr als ein Stück pro Mahlzeit haben kann! Ich bin mir jetzt andere Standarte gewöhnt!!).

Am nächsten Tag wollen wir in eine Höhle gehen. Leider öffnet diese erst im April. Nach diesem Misserfolg geht es in die Stadt Gatlingburg, die nicht weit entfernt ist. Als wir so durch die Strassen  der kleinen Stadt  laufen, kommt es mir mehr vor, als würde ich durch Disneyland laufen. Es gibt hier zwar keine Achterbahnen, obwohl man den „Sky Lift“ dazu zählen könnte. Der Sessellift ist wohl eine Touristenattraktion bei der man eine volle Runde gegen Bezahlung fahren kann. Ich weiss nicht ob man oben auch wirklich aussteigen könnte, aber dies ist ja nicht mein Problem. From Chicago to Tennessee Jedenfalls gibt es viele Süsswarengeschäfte und Läden, die mehr auf Touristen ausgerichtet sind und die Sachen führen, die man wahrscheindlich nie  braucht. Wir gehen in einige von Ihnen und Tante Diane scheint die Spendierhosen  angezogen zu haben und kauft für uns alles etwas. Für mich gibt es eine Sonnenbrille. Danach geht es in ein Spiegellabyrinth. Ein Labyrinth mit Spiegeln als Wände. Man weiss nie, ob es wirklich ein Durchgang ist, oder ein Spiegel. So läuft man oft wie ein Vogel in einen Spiegel hinein. Auch dies ist wohl mehr für Touristen als für Einheimische gedacht. Zum Schluss unseres Mittwochtrips gibt es natürlich auch noch Sandwiches. Allerdings gibt es am Abend drei Hamburger für mich. So bin auch ich zufrieden. Am Abend wird dann „American Idol” geschaut. Ich vermisse den grossen HD-TV den die Silvermans haben. Aber es ist ja nur für eine Woche. (Ja ich bin schon sehr amerikanisch!)

Am Donnerstag geht es nochmals auf eine Wanderung. Wobei: ich würde es mehr einen Ausflug ins Grüne nennen. Zuerst gehen wir aber in eine Bücherbrockenstube. Ich habe wohl noch nie so viele Bücher in einem so kleinen Raum gesehen. Ich fühle mich sehr fremd und kaufe dementsprechend auch nichts. Danach geht es ins Grüne zu einem Bach oder Creek wie man es auf Englisch sagen würde. Wir laufen ein bisschen herum. Ich glaube, dies ist wieso wir es Anfangs “Wandern” nannten. Danach verweilen wir an einer Stelle für eine Weile. Die Steine und Bäume sind alle mit Moos überzogen. Es sieht ein bisschen aus wie “grüner” Schnee. Abends hat Onkel Gerry zwei Freunde, die ebenfalls aus Chicago sind, eingeladen. Brad und ich haben wieder einen kleinen Schiesswettbewerb. Danach gibt es Abendessen und ein kleines Feuer auf dem Balkon. Natürlich sind auch Marshmallows und Cookies mit von Partie.

Nach dieser Nacht geht es am nächsten Tag heimwärts. Über 10 Stunden Autofahrt. Auch dies überstehen wir glücklich und zufrieden, und schlussendlich kann ich wieder in einem richtigem Bett schlafen. Das Sofa war mir ein bisschen ungemütlich geworden. 

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Feb 20, 2009 - Fun, Trips    5 Comments

Zwei Meilen vor dem Ziel!


Iowa

 

 

Seit 4 Stunden sind wir unterwegs. Us-Mum und ich. Wir sind beide müde und haben genug vom Autofahren. Unser GPS hat uns ein bisschen in die Irre geführt. Deshalb haben wir uns kurz via Handy eine Wegbeschreibung geben lasen. Jetzt sind wir schon fast da. Nur eine Strasse trennt uns von dem Ziel. Und auch das GPS namens Garmin weißt uns durch diese Strasse. Allerdings ist mitten auf der Strasse ein umgekipptes Schild. Da wir aber Spuren im Schnee sehen, denken wir, dies wird schon gehen und fahren in die Strasse die immer wieder mal  mit einer Art Schneebank bedeckt ist. Die Erste bewältigen wir ohne Problem. Auch die Zweite geht ziemlich flott. Die Dritte ist ein bisschen härter zu bewältigen. Und die Vierte noch härter. Jetzt sind wir schon sicher 1 Meile  von unserem letzten Abzweiger entfernt. Das heisst, jetzt gibt es kein zurück mehr. Der Schnee wird immer  mehr. Der rote Honda scheint allerdings alles zu bewältigen. Und trotzdem geschieht es. Was du schon längst erwartet hast passiert: wir fahren in die nächste Schneebank. Wir geben voll Gas, wir verlieren langsam die Kontrolle über den Wagen und es fühlt sich mehr wie Skifahren an. Ca. zwei Meter vor dem Schluss stecken wir fest. Alles stossen von meiner Seite nützt nichts. Der Rote Honda scheint festzustecken. Wir probieren mit einer Notschaufel (Das Ding mit dem man das Eis von der Windschutzscheibe kratz) unser Automobil auszugraben. Ohne einen kleinen Erfolg. Wir rufen schliesslich Lantz an, die Farmer Familie zu der wir gehen.

Stock in the snow!

Sie kommen mit einem weissen, grossen Chevy und zwei Schaufeln. Ja, diesemal richtig grossen Schaufeln. So wie es sich ein Kind nur träumen lässt. Wir schaufeln den Weg frei. Der kleine Rote (unser Auto) bewegt sich auch mit Hilfe von drei Personen kein bisschen. Brain Lantz entscheidet sich, mit seinem Auto in die Schneebank zu fahren. Vorsichtig und geübt macht er das. Kurz vor Schluss steckt auch er fest. Nun sind es also zwei Autos, die fest stecken. Gut, wir waren schon fast am Ziel und jetzt stecken Autos fest. Die Gemüter der Mitanwesenden verschlechtern sich, nur ich kann mein Lachen fast nicht unterdrücken. Schliesslich schaffen wir es, das weisse Auto wieder fahrbar zu machen und können nun auch unser Auto aus der Schneebank entfernen.

me trying to shovel.

Nach einem kleinen Missverständnis dreht Linda (Host-mum) den Car. Sie dachte, wir würden zurück fahren. Allerdings möchte Brain mit seinem grossen Auto voraus fahren, um als eine Art Pflug zu figurieren. Wir drehen noch einmal um. Plötzlich sitz Mum ca. einen Meter tiefer als ich. Ich kann mein Lachen kaum mehr verdrücken. Wir sind neben die Strasse gekommen und die Hälfte des Autos steckt im Strassengraben. Wir sind immer noch kurz vor dem Ziel. Ich steige aus und kann mir das Lachen wirk lichkaum mehr zurück halten. Zum Glück sieht es Brain jetzt auch mit Humor. (Ein bisschen später erfahren wir, dass ihm ein ähnliches Manöver vor zwei Wochen ebenfalls Misslungen ist.) Noch einmal ziehen wir unseren Honda mit Hilfe des weissen amerikanischen Auto aus dem Schnee. Ein bisschen spektakulärer als das letzte Mal. Ich dachte für einen Moment, dass unser Auto umkippen würde. Allerdings schafften wir es irgendwie raus aus dem Graben. Und ich bin froh das ich nicht im Auto gesessen haben und nur ein paar Foto’s der ganzen Aktion gemacht habe…

 

second stock!
 

 

pulling out!
 

Endlich geht es zur Farm –  ohne einen weiteren Unterbruch. Alle scheinen ein bisschen geschlaucht zu sein. Ich denke nur, wie amüsant solche Situationen das Leben doch machen! 

 

Feb 20, 2009 - Trips    No Comments

American Farm

Hast du dich schon einmal gefragt, wieso ein Auto ein Steuerrad hat? Ich frage mich dies seit ca. 45 Minuten. So lange fahren wir wahrscheinlich schon gerade aus. Keine einzige kleine Kurve weit und breit. Flach ist es hier, sehr flach und all paar Meilen sieht man eine Farm (Bauernhof). Ich bin mit meiner US-Mum auf den Weg Izzy (unsere Hund) abzuholen. Wir haben Izzy, als wir nach Texas flogen, auf einer Farm von Freunden in Iowa abgeladen. Es ist Samstag und wir sind auf im zweiten Teil von der Fahrt. Wir sind gestern Freitag abgefahren und haben Kristy (Familien-Freundin) bei ihrem College, welches auf dem Weg liegt, besucht. Die Nacht haben wir in einem Hotel verbracht, das sogar einen Indoor Pool hatte. Natürlich habe ich mir die Chance nicht nehmen lassen und bin, nach dem wir in einem Einkaufszentrum zuerst Sports-/Badehosen gekauft haben, um Mitternacht in den Pool gesprungen. Natürlich  hatte der Hotelraum wieder ein  Bügeleisen.

Garmin (unser GPS) führt uns ca. 5 Meilen vor Schluss an einen falschen Ort. Wir nahmen Kontakt mir den Lantz’s auf, die uns den Weg beschieiben. Dummerweise folgten wir 2 Meilen vor Schluss wieder der lieben Garmin, was ein grossen Fehler war. Wir steckten ca. 2 Stunden im Schnee fest. (Einen extra Beitrag findet man hier!).

 

Iowa live!

 

Endlich in der Farm angekommen, gibt es Suppe, die mir ausgezeichnet schmeck. Die Farm ist ein bisschen kleiner, als ich mir es vorgestellt hab. Dies liegt wohl daran, dass die Farm mehr ein Hobby nebst dem Lehrerberuf für die Familie Lantz ist. Izzy freut sich sichtlich über unsere Ankunft. Sie scheint ein bisschen abgenommen zu haben, was sehr gut ist. Sie hatte ein bisschen Übergewicht. Issy, Mika (11 Jahre, jüngster Sohn der Lantz) und Mum zeigen mir die Farm. Ueberall hat es Katzen ,sicher ca. 15 Katzen sind hier auf der

cat

 Farm. Stolz präsentiert uns Mika sein Kuh, die sich nebst zwei anderen in einem Stall befindet. Dazu kommen zwei Schweine. Draussen findet sich auch noch ein weisses Pferd. Fragt mich jetzt nicht, welche Art dieses sein könnte, ich hätte keine Ahnung.  Der Höhepunkt kommt zum Schluss. Ein Dutzend junger Schweinchen bekommen wir zu sehen. In einem anderen Stall sind sie untergebracht. Sie sehen einfach härzig aus und der Gedanke, dass sie später mal in meinem Bauch landen werden, machen sie um so herziger.

 

pic

 

 

Am Abendgeht es nach einer einstündigen Fahrt zu einem High School Frauen Basketballspiel. Brenna Lentz spielt. Die Schule ist einiges kleiner als meine High School. Vermutlich nicht mehr als 200 Schüler. Dementsprechend ist auch das Cheerleader Team mit 5 Mitgliedern und die Band mit ca. 10 Mitgliedern ein bisschen beschränkt. Wir sind wohl die lautesten Zuschauern und vermutlich fragen sich einige der Zuschauer, wer ich bin. Ich möchte nicht sagen Dank uns, aber wir waren sicher Teil davon, gewinnt Brennas Team. Glücklich geht es in ein Restaurant essen. Brenna überrascht mich, als sie  denselben Burger bestellt wie ich. Und ich bestelle nicht irgend einen Burger, ich bestelle den „Family Table Ultimate Burger“. Was vermutlich der grösste Burger weit und breit in dieser Region ist. Scheinbar esse sie unglaublich viel und nehme dabei nicht zu. Kommt mir doch bekannt vor. Wir geniessen unser Essen und ich bin wie gewöhnlich der Letzte der sein Mahl beendet. Eine Stunde Autofahrt geht es zurück zur Farm. Zu Hause angekommen, treffen wir Susan (Host-sister) an. Sie ist in der Zwischenzeit auch angekommen. Ich entschliesse mich, nochmals auf dem nicht ganz vollständigen Schlagzeug (Bassdrum pedal, High-hat und Ride fehlen) zu jamen. Brain Lentz gestellt sich mit seiner Gitarre dazu und schlussendlich spielt Brenna das Klavier. Obwohl alles nicht gerade gestimmt ist, bringen wir einen ordentlich Sound hin, in unserer kleinen spontanen Jamsession. Nach dem musikalischen Part geht es über zum Tisch. Die Lantz haben ein neues Spiel bekommen, dass wir jetzt spielen dürfen. Im Grunde genommen ist es ein sehr einfaches Spiel. Man würfelt und bekommt dem entsprechend eine Karte, auf der steht, was man tun muss. So kommt es, dass ich während dem ganzen Spiel auf meiner linken Hand sitzen muss, oder dass alle das Wort „Izzle“ nach jedem Satz sagen müssen. Das zweite gefällt mir besonders. Auch einen Kindergartentanz der mit einer Teekanne zu tun hat, lerne ich an diesem Abend. Schlussentlich lerne ich noch Sara, eine Austauschschülerin von Belgien, kennen. Und schliesslich geht es spät nach Mitternacht ins Bett.

jam session

Der Duft von Speck, Rührerei, Swedischen Pancakes, Toast und Orangensaft (nein Orangensaft nicht wirklich) weckt mich auf. Wir haben ein ausgedehntes Frühstück. Zeit scheint hier irgendwie wie keine grosse Rolle zu spielen. Leider geht es nach einer Dusch für Izzy auf die Heimreise. Immerhin haben wir immer noch die Beachparty Musik CD, welche die Fahrt einiges kürzer macht. Vorallem der Song „Wipe out“ und „Surfin’ Bird“ heitern die Stimmung unglaublich auf. Und so sitze ich im Auto ca. 15 Stunden dieses Weekend. Nur um den Hund abzuholen. Würde ein Europärer so einen Trip für eine Uebernachtung unternehmen? Vermutlich nicht. Willkommen in Amerika, dem Land, in dem man mehr als 20 Stunden Auto fahren kann, und immer noch im selben Land ist.