Aug 24, 2008 - Trips    No Comments

Wald, Strand und Sonnenuntergang

Ich vor meinem privaten Zelt

Ich fahre mit dem gelben Schulbus nach Hause. Gerade habe ich meinen dritten Schultag in der William Fremd High School absolviert. Vom vielen Englisch und Neuem bin ich ziemlich müde. Zu Hause angekommen geht’s allerdings ziemlich schnell weiter. Ich packe meine Siebensachen und schon sitzen wir im Auto Richtung Michigan. Dieses Wochenende fahren wir Camping. Wenn ich mir das so recht überlege, wird es mein erstes „richtiges“ Camping sein. Die Fahrt wird etwas länger dauern und deshalb höre ich erst mal ein bisschen Musik mit meinem iPod. Ich bin total überrascht als ich auf meine Handyuhr schaue und zwei Stunden vergangen sind. Ich muss wohl geschlafen haben. Nach geschlagen fünf Stunden, biegen wir in einen Wald ab. Überall sind Feuer zu sehen und Leute die gemütlich darum sitzen. Wir sind am Ziel unserer Fahrt.

Da Kathryn schon einen Tag vor uns gefahren ist, sind die Zelte schon aufgebaut und das Feuer schon entflammt. Ich gehe bald einmal schlafen. Ich habe mein eigenes Zelt für mich alleine, dies weil Dan nicht gerne Zelten geht und darum zu den Eltern von Linda, die in der nähe Wohnen, übernachten geht.

Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen weckt mich der Duft von gebratenen Speck und Eiern. Dies lässt mich nicht länger schlafen und ich gehe aus meinem Zelt und bekomme auch ziemlich bald einen Teller Speck mit Rührei und Tost mit Nutella. Dies mundet mir sehr und ich hoffe, es ist nicht das letzte Mal dieser Art des Frühstückens. Nach dem Frühstück gehen wir zum Strand. Der Wald in dem wir Campen, liegt direkt am Lake Michigan der sehr sehr sehr sehr gross ist. Man könnte meinen, man sei am Meer. Die Wellen sind riesig und wir gehen, am Strand angekommen, sogleich baden. Sogar Dan lockt das Wasser und dies obwohl er erst gar nicht baden wollte. Drachenfliegen ist nach dem Baden angesagt. Ich habe den Kniff des Drachenfliegens ziemlich schnell raus und probiere einen Looping nach dem Anderen. Leider geht dies nicht immer gut und so landet der Drachen auch mal im Wasser. Zurück bei unserem „Strandplatz“ sitzen schon die Eltern von Linda. (Die Mutter war letzte Woche bei uns zu Hause zu besuch). Leider ist das Wetter nicht mehr so gut und wir gehen zum Campingplatz zurück. Als es zu regnen beginnt gehe ich wieder schlafen. Als ich aufwache gibt es Nachtessen am Feuer. Wir nehmen Alufolie und machen Kartoffeln, Karotten, Zwiebel, Sellerie (ich nicht) und Beef (dafür um so mehr) rein. Noch eine Alufolie drum und 20 Minuten ins Feuer. Sehr gut, wie ich fest stellen muss!

Am Abend gehen wir alle nochmals zum Strand zurück, das Wetter ist jetzt wieder besser und wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang! Wir machen Fotos und geniessen den Abend und gehen dann schliesslich zum

Schlagenbrot?

Campingplatz zurück. Unterwegs sehe ich einen riesigen Camper und denke wieso nehmen diese Leute nicht gerade ihr Haus mit. Ich sage laut, dass dies ein echtes Campingfeeling sein muss. Der Man, der im Camper sitzt, hat dies gehört und schaut mich nicht gerade sympathisch an. Uuupps denke ich.

Ums Lagerfeuer sitzend machen wir eine Art Schlagenbrot. Allerdings beschreibt dies nur wie wir es machen und nicht, wie es aussieht. Es sieht eher aus wie ein Hotdog und nach dem braten über dem Feuer, kann man noch verschiedene Sachen rein tun. Ich schaffe es mit meinem Stock, eine Trichter zu formen. Allerdings nicht mit Absicht. Mir fällt der Teig fast vom Stock und deshalb habe ich diese Form. Nach diesem kreativen Akt gehe ich in mein Zelt und schlafe. Am Sonntag werde ich nicht mit Speckduft geweckt sondern mit Sonnenschein, was auch sehr schön ist. Ich stehe auf und geniesse meine Frühstücksflocken am Feuer, welches a
llerdings nicht brennt, was die Atmosphäre allerdings überhaupt nicht trübt. Nach dem Frühstück geht es wieder an den Strand und ich gehe sogleich ins Wasser. Aus dem Wasser ragen grosse Pfosten heraus und ich schwimme von Pfosten zu Pfosten. Ich muss Festellen, dass schwimmen in einem See (eigentlich so gross wie ein Meer) viel anstrengender ist als in der Badeanstalt. Allerdings nur, wenn man gegen die Strömung schwimmt. Mit der Strömung wird man fast beflügelt. Frisch aus dem Wasser gehen wir wieder zum Zeltplatz, ein ca. 20 Minuten langer Marsch. Kaum zu glauben, dass wir nicht das Auto nehmen. Am Campingplaz angekommen packen wir zusammen und fahren los. Allerdings nur fünf Minuten. Wir biegen bei „Sam’s Joint“ ab und ich komme in den Genuss eines Steak. Es wird wohl nicht das letzte mal gewesen sein!

Danach geht es noch kurz bei den Eltern von Linda, vorbei und dann fahren wir endgültig nach Hause.

Zum Schluss wird die fünf stündige Fahrt noch von einem „Kuhtransport“, auch angängige Steak-Transport genannt, aufgeheitert. Da auch Kühe ab und zu mal ihren Magen entleeren müssen und da sie keine Toiletten haben lassen sie es halt einfach raus. Leider haben wir die Fenster offen und Linda bekommt eine sanfte Kuhdusche, wie ich es nennen würde. Nja es sind nur ein paar Tropfen und wir lachen alle darüber, jedenfalls später.

Ganze Familie beim SonnenuntergangFoodSam's Joint

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